Greenyeyes
Mitglied
 Posts: 53 Registriert: 9.1.2010 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 22:37  |
Guten Abend,
mir brennt eine wichtige Frage auf der Seele.
Weiß jetzt nicht genau, wo ich diese Frage stellen müsste, tu es einfach
mal hier, da mein Freund beim Heer ist.
Wie gefährlich sind Auslandseinsätze wirklich?
Diese Frage stellen wir uns beiden. Seine AGA ist bald vorbei und dann geht
es erst richtig los. Er wird zum Berufskraftfahrer ausgebildet. Weiß
jemand hier, was genau da auf ihn zu kommt? Und auch, welche 'Einheiten'
gerne angegriffen werden
(denn Minen o.ä. werden doch schon gerne so angebracht, dass ein ganzer
Konvoi drauf geht, oder?)
Und vor allem zu den Einsätzen kann niemand genau etwas sagen. In den
Medien wird das (meiner Meinung nach) schon herunter gespielt und ich
hoffe, hier kann mir jemand aussagekräftige Antworten liefern. Denn, wir
überlegen auch halt, ob wir beide ein solches Leben leben können und
wollen. Er liebt mich und er möchte nicht, dass ich irgendwann um ihn
trauern muss.
Und wieviele Einsätze stehten ihm als SAZ bevor (9 Jahre
Verpflichtung)?
Die einen sagen, wenn er Glück hat mal einen, die anderen sagen mindestenst
einen und ein anderer meinte sogar mindestens einmal in 2 Jahren.
Wir wissen nicht, was wir glauben sollen und worauf wir nun bauen müssen.
Ich weiß nicht, ich bin gerade irgendwie schon ganz schön verzweifelt. Ihm
gefällt die Bundeswehr bisher ganz gut und es ist halt auch ein sicherer
Job - aber LOHNT er sich auch ( nicht nur in Bezug auf Geld)
Ich hoffe ihr könnt mir helfen und habe wegen meinem wirren Text mal die
Fragen fett markiert ;-)
Danke schonmal im Voraus
P.S
Ja, ich weiß dass man mir keine 100% sichere Antwort geben kann und diese
auch nicht garantieren kann. Ich möchte halt nur wissen, ob ihr in Bezug
auf meine Fragen schon Erfahrungen habt und mir zumindest Sachen nennen
könnt, mit denen wir dann ' arbeiten' können.
Wollen seine/unsere Zukunft nämlich gemeinsam bewerkstelligen.
P.S.2 - Sorry, wenn ich ein wenig wirr klinge, bin gerade echt ein wenig
durch den Wind -.- |
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swexxx
Mitglied
 Posts: 396 Registriert: 3.5.2006 Status: Offline
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erstellt am: 7.2.2010 um 23:57, Antwort 1  |
Dein Freund kann selbst viel besser herausfinden, ob und wann er
voraussichtlich in den Einsatz gehen wird. Und bei neun Jahren Dienstzeit
wird er ganz bestimmt mehr als einmal in den Einsatz gehen - es sei denn er
hockt die ganze Dienstzeit an einer Truppenschule oder ähnlichen
Dienststelle ab.
Mal davon abgesehen macht man sich über die Risiken des Soldatenberufes
Gedanken, bevor man Soldat wird.
In einem Bundeswehreinsatz werden übrigens am liebsten die Einheiten
angegriffen, die eine deutsche Flagge auf Schulter und Panzer tragen. Und
natürlich gibt sich der Feind allergrößte Mühe, nur Sachschaden zu
verursachen.
Editiert am 7.2.2010 von swexxx |
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rn102
Mitglied
 Posts: 52 Registriert: 11.12.2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 8.2.2010 um 07:28, Antwort 2  |
quote: Er liebt mich und er
möchte nicht, dass ich irgendwann um ihn trauern muss.
Das ist ja goldig. Vielleicht hätte er dann doch Bäcker werden sollen oder
so. Wer trauert schon gern? Keiner geht gern sterben, aber passieren kanns
halt immer wieder mal. Leider.
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Soldatentreff-Team
Admin-Team
 Posts: 3639 Registriert: 11.10.2004 Status: Offline
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erstellt am: 8.2.2010 um 07:29, Antwort 3  |
Und dennoch bleiben wir dabei, die Fragen zu beantworten, so sie zu
beantworten sind. Und verlegen die absehbaren persönlichen Anspielungen in
die PM.
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Juliet Sierra
Mitglied
 Posts: 3075 Registriert: 15.6.2005 Status: Offline
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erstellt am: 8.2.2010 um 10:54, Antwort 4  |
Die Frage ist doch zuerst
a) Welche Einheit gehört/soll Dein Freund in Zukunft angehören?
b) Welches Fahrzeug soll er fahren?
Als SaZ 9 (dachte immer es gäbe SaZ8???) ist er wohl Uffz im Fachdienst,
d.h. zum Berufskraftfahrer gehört dann der Personenbeförderungsschein
und/oder Gefahrgutschein (die Munitionstransportsoldaten waren so weit ich
es weiß, also die Dienstgrade, Sprengmeistergehilfen?).
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R-107
Mitglied
 Posts: 245 Registriert: 26.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 8.2.2010 um 17:52, Antwort 5  |
quote: Als SaZ 9 (dachte immer
es gäbe SaZ8???)
gibt auch Saz 13 anstatt saz 12, dass ist immer mit diversen Faktoren
berechnet (ZAW, Vordienstzeit etc.).
Bin ich der einzige, der Google benutzen kann? |
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Arian
Mitglied
 Posts: 204 Registriert: 22.9.2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 8.2.2010 um 18:17, Antwort 6  |
Hängt mit dem Thema zusammen.
Hat man eigentlich vor, wenn ja bis wann, die Wölfe in AFG komplett gegen
die Eagle auszutauschen? weiss jemand wie weit man da ist?
Gruß
Arian
Alle Angaben ohne Gewähr!
Glück ab! |
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Greenyeyes
Mitglied
 Posts: 53 Registriert: 9.1.2010 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 8.2.2010 um 19:39, Antwort 7  |
quote: Das ist ja goldig.
Vielleicht hätte er dann doch Bäcker werden sollen oder so. Wer trauert
schon gern? Keiner geht gern sterben, aber passieren kanns halt immer
wieder mal. Leider.
Danke für den Sarkamus...
Speziell weiß ich nicht, was da auf ihn zukommt.
Ich weiß auch nicht, in wiefern ich hier was schreiben dürfte.
Da ich keine genauen Angaben habe, wollte ich mich eben nur allgemein
umhören, welche Erfahrungen gemacht wurden.
quote: Mal davon abgesehen
macht man sich über die Risiken des Soldatenberufes Gedanken, bevor man
Soldat wird.
Er hat viel darüber nachgedacht und wir haben auch viel geredet.
Von seinem Berufsberater bei der Bundeswehr wurde alles ' schön' geredet.
Nunja, nicht dass er wirklich alles 1:1 geglaubt hat, aber dran orientiert
hat er sich schon. Ja, und jetzt eben diese ganzen Kommentare, die dem
Gesagten vom Berater so vollkommen wiedersprechen.... |
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tommse
Mitglied
 Posts: 182 Registriert: 22.3.2009 Status: Offline
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erstellt am: 8.2.2010 um 19:59, Antwort 8  |
Was ist denn überhaupt die Frage?
Die Einsätze sind, je nach Verwendung (Stabsdienstposten sind meist weniger
gefährlich) tendentiell lebensgefährlich.
Sonst wären dort keine Soldaten, sondern das THW.
Angegriffen werden alle Einheiten. Einem Sprengsatz ist auch völlig egal,
ob er einen Sani, einen Panzergrenadier auf dem Marder, eine
Fallschirmjägerfußpatroullie oder die spielenden Kinder in der Nähe
umbringt. Auch auf die Feldlager wird gefeuert, da kann auch der
Stabssoldat getötet werden.
Wieviele Einsätze er macht kann man ebenso wenig vorhersagen.
Er kann ja auch schon beim ersten sterben |
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Thunderline
Mitglied
Posts: 84 Registriert: 3.1.2010 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 8.2.2010 um 20:28, Antwort 9  |
quote: Was ist denn überhaupt
die Frage?
Die Einsätze sind, je nach Verwendung (Stabsdienstposten sind meist weniger
gefährlich) tendentiell lebensgefährlich.
Sonst wären dort keine Soldaten, sondern das THW.
Nur Gewehr zeigen
Der Einsatzort für die deutsche Hilfs-Truppe in Somalia steht jetzt fest -
ein unruhiges, von Minen durchzogenes Gebiet
Der Anblick einer deutschen Uniform mitten im Schwarzen Kontinent animierte
den TV-Weltenbummler Hardy Krüger zu einer Solidaritätsadresse. In
Großbuchstaben füllte er eine Autogrammkarte aus: "Unseren Jungs am Horn
von Afrika mit einem herzlichen Gruß - kommt mir bloß gesund heim."
Die Bundeswehr war nicht gemeint. Krüger hält nichts von deutschem
Großmachtgehabe.
Die Grußbotschaft galt einer zivilen Organisation, dem Technischen
Hilfswerk (THW). Dem Schauspieler war im kenianischen Nairobi ein Helfer in
blauer THW-Kluft begegnet, der auf einen Flug ins Elendsland Somalia
wartete.
Seit Wochen leisten THW-Trupps in der zerschossenen Metropole Mogadischu,
der geschäftigen Hafenstadt Bosaso im Nordosten und in etlichen anderen
Orten handfeste humanitäre Hilfe. Sie reparieren Wasserleitungen, bohren
Brunnen und setzen Krankenhäuser instand
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13689526.html)
nur mal so am rande |
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Soldatentreff-Team
Admin-Team
 Posts: 3639 Registriert: 11.10.2004 Status: Offline
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erstellt am: 8.2.2010 um 20:33, Antwort 10  |
Ein 17 Jahre alter Artikel im Spiegel hat NICHTS mit dem Topic
dieses Threads zu tun!
back to topic!
Soldatentreff-Team - allgemeine Nutzungsbestimmungen - Feedback senden |
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Greenyeyes
Mitglied
 Posts: 53 Registriert: 9.1.2010 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 8.2.2010 um 20:55, Antwort 11  |
Mmh, ich weiß nicht genau - ich denke, ich werde einfach nicht verstanden
^^
quote: Die Einsätze sind, je
nach Verwendung (Stabsdienstposten sind meist weniger gefährlich)
tendentiell lebensgefährlich.
Das ist ja immerhin ein Anfang - aber davon ist er ja wohl noch ein
bisschen entfernt 
Nochmal meine Fragen (ein bisschen umformuliert)
Sind Einsätze so Lasch, wie ich es von den Medien dargestellt finde? Ist es
wirklich so ein Pappenstiel mal eben da zu sein und danach(als ob nichts
gewesen wäre) wieder ZuHause? (Anmerkung: Ein bisschen übertrieben gefragt
)
Wie oft wart ihr selber im Ausland, oder kennt ihr jemanden der im Ausland
war? Wenn ja - wie lange und in welchen Zeitabständen??
Und ist ja wohl klar, dass alle Soldaten angegriffen werden. Aber es werden
doch sicher welche bevorzugt. Wenn da jetzt z.b. ein LKW rumfährt, läuft er
doch eher Gefahr in die Luft zu gehen, als was weiß ich wer....
LG
Greeny
Achja, nochmal ne neue Frage: Kann er sich von seiner Berufswahl her auch
umentscheiden? Also, wenn er statt LKW-Fahrer jetzt Koch sein will oder
so...??? |
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tommse
Mitglied
 Posts: 182 Registriert: 22.3.2009 Status: Offline
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erstellt am: 8.2.2010 um 21:16, Antwort 12  |
Kann er nicht mehr.
Die Einsätze dauern in der Regel 4 Monate, manche 6, hängt von der
Verwendung ab.
Da man versucht nach aussen geheim zu halten wer wohin fährt weiß der
"Feind" oft nicht wer wann wo rausfährt. Ist ihm idr auch egal.
Wie der Einsatz für den einzelnen ist, ist auch unterschiedlich.
Wenn ich während meines Einsatzes ständig in Hinterhalt gerate denke ich
über das leicht wegstecken wohl anders, als wenn ich das Glück gehabt hätte
gar nicht in Feindkontakt zugeraten.
Manchen setzt aber auch schon die Armut oä so sehr zu, dass sies nicht mehr
überwinden können, wohingegen das anderen schnurz ist.
Das ist vollkommen individuell und gar nicht planbar. |
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Disturbed86
Mitglied
 Posts: 178 Registriert: 21.12.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 8.2.2010 um 21:56, Antwort 13  |
quote: aber davon ist er ja
wohl noch ein bisschen entfernt
wovon?
quote: Sind Einsätze so Lasch,
wie ich es von den Medien dargestellt finde?
ich persönlich empfinde es nicht als lasch, wenn ich von den verwundeten
und toten im einsatzgebiet lese bzw. höre
quote: Ist es wirklich so ein
Pappenstiel mal eben da zu sein und danach(als ob nichts gewesen wäre)
wieder ZuHause?
sagt dir PTBS etwas?
quote: Aber es werden doch
sicher welche bevorzugt
ein soldat ist ein soldat, den INS interessiert es nicht, wen er umbringt
07/07 - 10/07 AGA 5./GebAufklBtl 230
10/07 - 03/10 2./GebAufklBtl 230 -> MKF Fennek
03/10 - 06/18 2./LogBtl 4 -> PzInstUffz
11/08 - 04/09 18. DeuEinsKtgt ISAF Kunduz -> MKF Fennek |
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Margs
Mitglied
 Posts: 377 Registriert: 7.6.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 9.2.2010 um 09:57, Antwort 14  |
quote: ein soldat ist ein
soldat, den INS interessiert es nicht, wen er umbringt
das ist nicht richtig! Es sind ganz klar Präferenzen der angreifenden
irregulären Kräfte festzustellen. Hier nur ein Beispiel der British Army
Editiert am 9.2.2010 von Margs
"Train as your life and the life of others depended on it... because it
does." - Ken J. Good (Strategos International) |
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swexxx
Mitglied
 Posts: 396 Registriert: 3.5.2006 Status: Offline
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erstellt am: 9.2.2010 um 10:13, Antwort 15  |
Ich weiß nicht, auf welche Medien du zugreifst, aber seit der massiven
Zunahme von Angriffen ab Mitte/Ende 2008 greifen vom koservativen bis zum
linken Sprektrum alle großen Mainstream Medien das Thema drastisch auf.
Es gibt Aufnahmen von deutschen Soldaten in Feuergefechten, von
explodierten Fahrzeugen, Raketen die knapp neben den Feldlagern
einschlagen. PTBS ist bzw. war mal ein Riesenthema (hierzu empfehle ich den
Film "Willkommen zu Hause"(BW, ISAF) oder "Warriors" (Royal Army,
Bosnien)). Demletzt habe ich irgendwo eine detaillierte Auflistung mit
allen "Zwischenfällen" seit Beginn der ISAF Operationen gesehen. Und nicht
zuletzt nach dem Luftangriff bei Kunduz wird überall groß diskutiert; dazu
hat wahrscheinlich jeder Chefredakteur jedes noch so kleinen Käseblattes
einen Leitartikel geschrieben.
Auch das weitgehende Desinteresse in der Bevölkerung hat stark
nachgelassen, ich diskutiere mittlerweile mit Menschen über
Bundeswehreinsätze, von denen ich das nie erwartet hätte.
Wenn das Thema runtergespielt wird, dann liegt das eher an der
Bundeswehr-Führung als an den Medien.
Falls du dich beschwert fühlst was die Informationen angeht, dann liegt das
vielleicht daran, dass du keine (brauchbaren) Nachrichten schaust und keine
(brauchbaren) Zeitungen liest oder mit Scheuklappen durch die Welt
gehst.
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tommse
Mitglied
 Posts: 182 Registriert: 22.3.2009 Status: Offline
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erstellt am: 9.2.2010 um 12:19, Antwort 16  |
quote: quote: ein soldat ist ein soldat, den INS
interessiert es nicht, wen er umbringt
das ist nicht richtig! Es sind ganz klar Präferenzen der angreifenden
irregulären Kräfte festzustellen. Hier nur ein Beispiel der British Army
Editiert am 9.2.2010 von Margs
Wo ist in dem
Artikel die Rede von einer klaren Präferenz? Da steht lediglich, dass
Sanitätspersonal nun ebenfalls gezielt angegriffen wird, was gegen die
Genver Konvention ist und früher so nicht üblich war. |
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Margs
Mitglied
 Posts: 377 Registriert: 7.6.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 9.2.2010 um 14:34, Antwort 17  |
Von "klaren Präferenzen" war auch nicht die Rede, sondern von der klaren
Feststellung von Präferenzen, ob die nun klar ausgeprägt sind, weiß ich
nicht - da müsste man schon die entsprechenden Statistiken zur Hand haben.
mein Hinweis bezog sich auf folgenden Nebensatz "...and that medical
personnel were preferred targets." diese Aussage bezieht sich zwar auf den
Vietnam-Krieg, inwiefern dieser Krieg irreguläre Kräfte beinhalten hat
lässt sich sicher diskutieren, aber ich denke, dass sich ähnliche Vorzüge
z.B. der Taliban-Kämpfer finden lassen.
Um auf den TE einzugehen: ich denke sehr wohl, dass es Soldaten gibt, die
im Einsatz oder auch im Inland gefährdeter sind als andere.
Pauschalisierend kann man Sanitäskräfte sicherlich nicht zu den
gefährdeteren zählen, in bestimmten Situationen hingegen schon...
Um die Gefährdung der Sanitätskräfte der Bundeswehr im Einsatz zumindest
der Gefährdung der Kampftruppe anzugleichen hatte man sich entschieden, die
Rotkreuzkennzeichnung wegzulassen. "Neu" ist, dass die Einsatzfahrzeuge
kein Rotes Kreuz mehr aufweisen. „Der gezielte Beschuss
von unseren Fahrzeugen durch Aufständische bei Rettungseinsätzen hat zu
dieser Entscheidung geführt“, stellt Oberfeldarzt H. heraus (Absatz:
"Sicherer ohne Rotes Kreuz")
Diese Maßnahme erfolgte sicherlich nicht, weil das Risiko der
Rotkreuz-gekennzeichneten Fahrzeuge geringer oder gleich war.
Editiert am 9.2.2010 von Margs
"Train as your life and the life of others depended on it... because it
does." - Ken J. Good (Strategos International) |
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Disturbed86
Mitglied
 Posts: 178 Registriert: 21.12.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 9.2.2010 um 15:48, Antwort 18  |
quote: Um auf den TE
einzugehen: ich denke sehr wohl, dass es Soldaten gibt, die im Einsatz oder
auch im Inland gefährdeter sind als andere.
was wieder zum thema führt, dass der soldat im patrouillendienst
gefähredeter ist, als der stabsdienstsoldat. was aber mit bevorzugen nichts
zu tun hat, sondern mit der tatsache, dass sich im camp schwer ein IED
verbringen lässt.
quote: Diese Maßnahme erfolgte
sicherlich nicht, weil das Risiko der Rotkreuz-gekennzeichneten Fahrzeuge
geringer oder gleich war.
was ist denn für den INS ein interessantes ziel? das, welches sich von
anderen unterscheidet. war ja auch mal (oder ist es u.U. immer noch) ein
thema im einsatz, als einige kameraden meinten, sie müssen sich flaggen
ihrer bundesländer an die antennen binden, um sich sichtbar von anderen
fahrzeugen des selben typs abzuheben. ob sich ein sani, ein grenadier, ein
falli, oder ein ktf-soldat im fahrzeug befindet, ist ziemlich egal.
denn bei einem kopfgeld von 1500 USD pro totem ISAF soldaten (weiss nicht,
ob das noch aktuell ist), ist irrelevant, wer dafür sterben muss.
07/07 - 10/07 AGA 5./GebAufklBtl 230
10/07 - 03/10 2./GebAufklBtl 230 -> MKF Fennek
03/10 - 06/18 2./LogBtl 4 -> PzInstUffz
11/08 - 04/09 18. DeuEinsKtgt ISAF Kunduz -> MKF Fennek |
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Margs
Mitglied
 Posts: 377 Registriert: 7.6.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 9.2.2010 um 16:50, Antwort 19  |
quote: was ist denn für den INS
ein interessantes ziel? das, welches sich von anderen unterscheidet
damit unterschätzt du diese Leute. In einem Land, indem seit über 30 Jahren
Krieg ist und zu einer Zeit der schnellen und einfachen
Informationsgewinnung bedarf es keiner großen Intelligenz, strategisch
günstige Ziele auszuwählen - Ein Sanitätsfahrzeug in einem Konvoi gehört
auf jeden Fall dazu, das sollte jedem einleuchten.
"Train as your life and the life of others depended on it... because it
does." - Ken J. Good (Strategos International) |
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Disturbed86
Mitglied
 Posts: 178 Registriert: 21.12.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 9.2.2010 um 16:56, Antwort 20  |
quote: damit unterschätzt du
diese Leute
mache ich das?
07/07 - 10/07 AGA 5./GebAufklBtl 230
10/07 - 03/10 2./GebAufklBtl 230 -> MKF Fennek
03/10 - 06/18 2./LogBtl 4 -> PzInstUffz
11/08 - 04/09 18. DeuEinsKtgt ISAF Kunduz -> MKF Fennek |
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Greenyeyes
Mitglied
 Posts: 53 Registriert: 9.1.2010 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 9.2.2010 um 22:55, Antwort 21  |
Swexx, deine Fragen beantworte ich mal nicht
An die anderen:
Eure Diskussion habe ich jetzt nicht komplett gelesen, sehr viel verstehen
tue ich auch nicht wirklich, mit den ganzen Fachbegriffen ^^
Ja, seit gestern sagt mir PTBS was...
Ich habe(im Gegensatz zu manch Antworten hier) 2 sehr nette PM's erhalten,
die mir sehr viel Aufschluss gegeben haben.
Habe eine davon meinem Freund direkt vorgelesen und die hat mir und uns
sehr weitergeholfen.
Damit haben sich meine Fragen (fürs erste ) erledigt.
Danke an alle, für die ( vernünftigen) Antworten.
Schönen Abend noch
Greeny
P.S
Vielleicht sollten hier manche bedenken, dass man nicht nur für die
Bundeswehr lebt und dass es auch andere Themen als diese gibt. Noch dazu
bin ich nunmal nicht spezialisiert auf dieses Thema, weshalb ich eben hier
um Hilfe gebeten habe.
Hin und wieder sollte man seine Antwort nochmal überlesen und sich auch mal
fragen, wie der andere sich fühlt, bei so einer Antwort |
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ELcalibra
Mitglied
Posts: 81 Registriert: 7.12.2009 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 12.2.2010 um 13:21, Antwort 22  |
Andere Menschen sind nicht bei der Bundeswehr weil es einen sicheren Job
bietet und und und
Viele sind Soldat aus überzeugung und fühlen sich zur Bundeswehr
berufen.
Das heißt: Alle gefahren im klaren sein, sich mental auf Auslandeinsätze
vorbereiten und und und.
Wenn ich sowas lese, kriege ich einfach nur das kotzen. Wenn man Ausland
hört bekommt manch ein Soldat kurze Beine |
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