MoeROA
Mitglied
 Posts: 17 Registriert: 13.1.2010 Status: Offline
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erstellt am: 6.2.2010 um 14:35  |
Hallo,
ich habe mich als SAZ 2 (ROA) bei den Fallschirmjägern beworben. Zusage
hatte ich schon nur der Einplaner wusste noch nicht genau wo ich
hinkomme.
Heute habe ich Post vonm Einplaner bekommen und da wird mir mitgeteilt,
dass ich ab dem 1.7.2010 beim 6./FschjgBtl 373 in Seedorf anfange. Soweit
so gut. Da wollte ich auch hin.
Nun eine andere Sache:
Ich habe mich als Fallschirmjäger A500 beworben und nun ist mein
Anforderungssymbol Fernsprecher H100
Ich habe mir im Forum schon angeschaut, was Fernsprecher machen, aber da
sind noch einige Fragen offen geblieben.
Was ist die Tätigkeit eines Fernsprechers speziell bei den
Fallschirmjägern?
Ist das Stabsdienst oder komm ich da auch mal raus?
Meine Einplanung wird erst eröffnet. Kann ich mit dem Einplaner nochmal
drüber reden ob da nich was anderes frei ist?
Bekomme ich Springerlehrgang?
Im Forum wird der Job des Fernsprechers als Bürojob und als Langweilig
beschrieben. Ich wollte eig zu dem Fallschirmjägern, weil ich SOETWAS eben
nicht machen wollte.
Danke schoneinmal für eure zahlreichen Antworten. |
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JgFwFA
Mitglied
 Posts: 281 Registriert: 25.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 6.2.2010 um 15:27, Antwort 1  |
Bürojobs gibt es in allen Truppengattungen, natürlich auch in der
Fallschirmjägertruppe. Insofern ist die Chance "mal raus zu kommen" bei den
Fallschirmjägern nicht größer und nicht kleiner als beispielsweise bei der
Pioniertruppe. Das dürfte klar sein.
Davon abgesehen klingt das was Du da schreibst allerdings nicht nach
Fallschirmjägertruppe, sondern eher nach Fernmeldetruppe. Zwar sind die
entsprechenden Soldaten Teil des Fallschirmjägerbataillons, es sind aber
keine Fallschirmjäger sondern Fernmelder. Ich persönlich finde die
Tätigkeit der Fernmelder durchaus interessant und fordernd, allerdings
musst natürlich Du wissen was Du willst. Gegebenenfalls solltest Du mit dem
Einplaner noch einmal in Kontakt treten.
Ich weiß dass es es in der Fernmeldetruppe die verwendung des
Fernsprechfeldwebels gibt (ATN 3005061). Wenn es das auch auf Offizierebene
gibt (was ist nicht genau weiß) würdest Du dann vielleicht
Fernsprechoffizier werden (wenn es so etwas gibt, aber ich denke mal
schon).
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MoeROA
Mitglied
 Posts: 17 Registriert: 13.1.2010 Status: Offline
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erstellt am: 6.2.2010 um 15:43, Antwort 2  |
Hi,
Ich habe die ATN 3005087.
Mir kam es nur "spanisch" vor, weil im Forum die Tätigkeit des
Fernsprechers als Telefonist abgestempelt wurde.
Bin ich dann bei einer Fernmeldekompanie bei den Fschjg untergebracht?
Was sind da so meine Tätigkeiten?
Moe
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JgFwFA
Mitglied
 Posts: 281 Registriert: 25.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 6.2.2010 um 16:01, Antwort 3  |
quote: Bin ich dann bei einer
Fernmeldekompanie bei den Fschjg untergebracht?
Nein, es gibt ein Fernmeldebataillon bei der DSO, das ist aber ein
eigenständiges Bataillon und arbeitet eher indirekt mit der
Fallschirmjägertruppe zusammen. Da wirst du aber eher nicht eingesetzt
werden - zumindest dann nicht wenn Du in der Truppenfernmeldeschiene
bleibst. Die ATN 3005087 ist nämlich die ATB Truppenfernmeldesoldat. Der
Truppenfernmeldedienst ist in die Verbände aller Truppengattungen
integriert und arbeitet direkt mit diesen zusammen um z.B. die
Fernmeldeverbindung zur Brigadeebene herzustellen, bzw. zu halten. Du
könntest folglich in den Stabskompanien der Fallschirmjägerbataillone (oder
aller anderen Bataillone) eingesetzt werden. Ob es das ist was man mit Dir
vorhat kann ich natürlich nicht beurteilen. Da müsstest Du - wie gesagt -
Deinen Einplaner fragen, oder ggf. später das Personalamt. |
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MoeROA
Mitglied
 Posts: 17 Registriert: 13.1.2010 Status: Offline
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erstellt am: 6.2.2010 um 16:03, Antwort 4  |
Danke erstmal.
Hat wer anderes noch Antworten auf die anderen Fragen?
Editiert am 6.2.2010 von MoeROA |
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SpitFire
Mitglied
 Posts: 462 Registriert: 14.10.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 6.2.2010 um 17:32, Antwort 5  |
Wenn du in einem Fallschirmjägerbataillon bist und als ROA geplant, wirst
du aller wahrscheinlichkeit nach nach der AGA in die SGA eingesteuert, um
dort die Jäger-ATN zu erwerben, denn du brauchst du für die weitere
Ausbildung. Die Ausbildungsgänge für ROAs sind im Internet dargestellt, du
musst nur etwas suchen. Bei der Fallschirmjägertruppe dürften nach dem
OffzLGRes an einer TrS noch der Infanteriegruppenführer- sowie
Infanteriezugführerlehrgang in Hammelburg, Altenburg oder Mittenwald
kommen.
Normalerweise solltest du auch den Springerlehrgang machen.
Fortiter in re, suaviter in modo.
01. Oktober ´08: Dienstpostenausbildung Richtschütze Leopard 2
01. April ´09: LT OffzLGRes InfS HAB
01. Juli ´09: GrpFhr AGA
01. Oktober ´09: LT ZgFhr-LG ROA |
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JgFwFA
Mitglied
 Posts: 281 Registriert: 25.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 6.2.2010 um 18:58, Antwort 6  |
@SpitFire:
Das ist richtig, allerdings nur wenn MoeROA auch zur Fallschirmjägertruppe
kommt - und eben das ist ja nicht ganz klar. |
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MoeROA
Mitglied
 Posts: 17 Registriert: 13.1.2010 Status: Offline
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erstellt am: 6.2.2010 um 19:13, Antwort 7  |
Doch das ist klar.
Ich mache meine AGA bei der 6./FschjgBtl 373 und meine Anschlussverwendung
ist Truppenfernmeldesoldat beim 1./FschjgBtl 373.
Bei den Fallis bleib ich schon... nur wtf macht nen Truppenfernmeldesoldat? |
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Adler7
Mitglied
 Posts: 765 Registriert: 11.9.2003 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 6.2.2010 um 20:35, Antwort 8  |
Spekulation meinerseits:
du hast nach der AGA eine Stelle im Fernmeldezug der 1./373, bist dort aber
nur "aufgehangen" (= auf irgendetwas musste man dich einplanen und da waren
einige Stellen frei) und machst die FschJg SGA inkl. Springerlehrgang,
danach dann die von Spitfire aufgezählten Lehrgänge.
"If your actions inspire others to dream more, learn more, do more and
become more - you are a leader" (Quincy Adams, 6. US Präsident) |
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SpitFire
Mitglied
 Posts: 462 Registriert: 14.10.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 6.2.2010 um 20:44, Antwort 9  |
Der grundsätzliche Denkfehler ist, dass ihr die Suppe so heiß esst, wie sie
gekocht wird.
In meiner Versetzungsverfügung zu meiner jetzigen Stammeinheit nach der AGA
stand als Verwendung MKF F Leopard 2. Dass ich aber als ROA eine Ausbildung
zum Richtschützen brauchte, wusste man da auch und so wurde das eben
geändert. Das ist jetzt eben so, weil du auf irgendeine Stelle musst,
später kommst du als ROA so oder so auf eine Schülerstelle, und die sind
nicht begrenzt, d.h. du kannst auch in einer Kampf- oder
Ausbildungskompanie geplant werden, wenn es da sonst keine vakanten Stellen
mehr gibt.
Bei vielen meiner Rekruten stand in ihrem Einberufungsbescheid, es wäre
eine weitere Verwendung im Raum Bad Salzungen geplant, am Ende kamen sie
nach Pfullendorf und sonstwohin.
Das KWEA hat dich da irgendwo hingeplant, ob das in der Truppe dann nicht
anders geregelt wird, weiß man nur dort. Du könntest jetzt bei der
S1-Abteilung anrufen und versuchen, dich da klugzumachen, aber ich rate dir
dazu, einfach mal abzuwarten, das wird schon alles seinen Gang gehen.
Spätestens in der AGA kannst du dann prüfen, wie es für dich weitergehen
soll.
Editiert am 6.2.2010 von SpitFire
Fortiter in re, suaviter in modo.
01. Oktober ´08: Dienstpostenausbildung Richtschütze Leopard 2
01. April ´09: LT OffzLGRes InfS HAB
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01. Oktober ´09: LT ZgFhr-LG ROA |
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JgFwFA
Mitglied
 Posts: 281 Registriert: 25.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 6.2.2010 um 22:17, Antwort 10  |
quote: Der grundsätzliche
Denkfehler ist, dass ihr die Suppe so heiß esst, wie sie gekocht wird.
Da hast Du recht, in der Bundeswehr läuft nicht immer alles so wie man
"nach Aktenlage" vermuten würde. Allerdings ist das Beispiel das Du
aufführst doch etwas anderes als der Fall von MoeROA: Du warst auf dem
Papier Kraftfahrer F, wurdest jedoch zum Richt- und Ladeschützen
ausgebildet weil Du diese ATN für den Zugführerlehrgang brauchtest. Du
hattest also innerhalb der Panzertruppe eine Verwendung, wurdest aber für
eine andere Verwendung innerhalb der Panzertruppe ausgebildet. So etwas ist
alltäglich.
MoeROA ist jedoch für eine Verwendung innerhalb der Fernmeldetruppe
vorgesehen und eingeplant. Ihn statt dessen die FschJg SGA machen zu lassen
wäre de facto ein Truppengattungswechsel - de jure aber nicht, denn er wäre
"nach Aktenlage" nach wie vor Angehöriger der Fernmeldetruppe. Ich nehme
daher an, dass er für eine RO-Laufbahn innerhalb der Fernmeldetruppe,
genauer des Fernmeldeverbindungsdienstes, vorgesehen ist. Die Frage die
sich stellt wäre daher ob der Verband dem MoeROA dann angehört (also das
FschJgBtl 373) in Eigenregie einen Truppengattungswechsel ohne Rücksprache
mit dem Personalamt durchführen kann. Ich denke eher nicht. |
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Banzai78
Mitglied
Posts: 66 Registriert: 28.10.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 10:43, Antwort 11  |
Das,was Spitfire und Adler7 schreiben, ist sicherlich zutreffend.
Du wurdest auf irgendeine freie Stelle eingeplant machst aber dort Deine
Ausb. zum ROA. Die Stellen des Fernmeldezugs bei 1./- eines Bataillons sind
dafür recht beliebt, personell etwas zu "schieben".
Du machst Deinen ganz normalen ROA-Verwendungsaufbau und auch die
Fallschirmjäger-ATN. Es gibt keine Truppenfernmeldeoffiziere aus der
Reserveoffizierlaufbahn.
Wenn Du nun aber z.B. Dir überlegen solltest, das ganze abzubrechen, dann
landest Du wohl im Fernmeldezug - dann haben sie zwei Fliegen mit einer
Klappe geschlagen ;-)
Was der Truppenfernmeldesoldat macht: der ist unter anderem dafür
verantwortlich, dass das Bataillon die zu seiner Führung unerlässlich
notwendigen Fernmeldeverbindungen hat. Dazu gehören bei
Kampftruppenbataillonen zumeist:
- Feldkabelbau zu Fuß / vom Kfz (für die Verbindungen zwischen den GefStd
und GefStdintern)
- Herstellen von Funkverbindungen im VHF-Bereich mit SEM 80/90 oder
manchmal schon auch das SEM 93.
Und dann natürlich der Fernmeldebetrieb - also an einem Endgerät sitzen
(Vermittlung oder Funkgerät und selbiges fachgerecht bedienen und die dazu
notwendigen Unterlagen führen).
Es ist also per se kein Bürojob - schliesslich ist ein Funker oder
Fernsprecher kein Stabsdienstsoldat. Du bist der erste, der draussen ist
(weil ohne funktionierende Verbindungen braucht man nicht anfangen) und der
letzte der zurückkommt (weil Du erst hinterher alles wieder abbauen
darfst), aber hast während des Einsatzes wenn nicht hundert
Stellungswechsel kommen ein relativ ruhiges Dasein - wegen der Papiere und
des Betriebsdienstes dann praktisch ein "Bürojob im Gelände".
Gruß,
Banzai
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JgFwFA
Mitglied
 Posts: 281 Registriert: 25.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 11:47, Antwort 12  |
quote: Du machst Deinen ganz
normalen ROA-Verwendungsaufbau und auch die Fallschirmjäger-ATN.
Es wurde ja schon richtigerweise geschrieben dass bei der Bundeswehr vieles
nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Aber geht das denn so einfach
jemanden der einer ganz anderen Verwendung außerhalb der Truppengattung
zugeordnet ist (H100) einfach umzusetzen?
quote: Es gibt keine
Truppenfernmeldeoffiziere aus der Reserveoffizierlaufbahn.
Quelle? |
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Banzai78
Mitglied
Posts: 66 Registriert: 28.10.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 13:28, Antwort 13  |
quote: Aber geht das denn so
einfach jemanden der einer ganz anderen Verwendung außerhalb der
Truppengattung zugeordnet ist (H100) einfach umzusetzen?
Er ist ja nicht außerhalb der Truppengattung. Er ist Fallschirmjäger.
Bordeauxrotes Barett, grüne Litzen.
quote: Es gibt keine
Truppenfernmeldeoffiziere aus der Reserveoffizierlaufbahn.
Quelle?
Gibt es nicht. Es gibt gewöhnlich keine Quellen, in denen steht, was es
NICHT gibt.
Ich setze sogar noch einen drauf: es gibt überhaupt keine Offiziere des
Truppenfernmeldeverbindungsdienstes.
Sofern der Fernmeldezug eines Bataillons von einem Offizier geführt wird,
so ist das in 98,0% aller Fälle ein Offizier des militärfachlichen Dienstes
der die ATN "ZgFhr Offz", "FmOffz" (neuerdings auch IT-Offz SK) und aus
seiner Uffz-Laufbahn idealerweise den "TrFmFw" mitbringt.
Sofern es sich um einen Truppendienstoffizier handelt, ist das halt
irgendein Oberleutnant dieser Truppengattung der diesen Zug in seiner
Eigenschaft als ZgFhrOffz führt - es gibt aber für diese Kameraden keinen
Lehrgang und keine extra ATN - und die Truppe des
Fernmeldeverbindungsdienstes (die mit den gelben Litzen) stellt dafür nicht
einen einzigen Offizier an andere Verbände ab.
Sofern jetzt das Argument kommt: "Ja aber in meinem Btl laufen diese
Soldaten aber als Fernmelder rum (gekennzeichnet durch das Rote Fm-Barett
und gelbe Litzen)" so ist das eine verbreitete Unsitte, wonach der
Truppenführer einen der ZDv 37/10 zuwiederlaufenden entsprechenden Befehl
erteilt hat. Die gelbe Litze und das Fernmeldebarett sind in so einem Fall
angemaßt. Diese Soldaten sind Angehörige Ihrer Truppengattung. Punktum.
Gruß,
Banzai |
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JgFwFA
Mitglied
 Posts: 281 Registriert: 25.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 14:23, Antwort 14  |
quote: Er ist ja nicht
außerhalb der Truppengattung. Er ist Fallschirmjäger. Bordeauxrotes Barett,
grüne Litzen.
Aber genau darum geht es ja. Seine Verwendung, zumindest die Verwendung in
der er einberufen wird, ist sehr wohl außerhalb der Truppengattung der
Fallschirmjäger. Da ändert das bordeauxrote Barett nichts daran (es wird ja
sowieso in der gesamten DSO getragen unabhängig von der Truppengattung),
und die Litzen ändern da auch nichts dran (bis Regimentsebene
einheitlich).
quote: Sofern jetzt das
Argument kommt: "Ja aber in meinem Btl laufen diese Soldaten aber als
Fernmelder rum (gekennzeichnet durch das Rote Fm-Barett und gelbe Litzen)"
so ist das eine verbreitete Unsitte, wonach der Truppenführer einen der ZDv
37/10 zuwiederlaufenden entsprechenden Befehl erteilt hat. Die gelbe Litze
und das Fernmeldebarett sind in so einem Fall angemaßt. Diese Soldaten sind
Angehörige Ihrer Truppengattung. Punktum.
Nein, das sind sie nicht. Natürlich wären die Litzen und das Barett in
diesem Falle falsch. Allerdings nicht weil die Kameraden Angehörige einer
anderen Truppengattung sind, sondern weil Litzen und Barett bis
Regimentsebene einheitlich getragen werden (37/10). Sie sind Fernmelder. Ob
es ROA für den Truppenfernmeldeverbindungsdienst gibt weiß ich nicht, es
war ja nur eine Frage.
Ihr geht fälschlicherweise davon aus dass die Kabelverleger und
Funkkabinenbediener Angehörige der jeweiligen Truppengattung sind, das ist
aber falsch. Sie sind Fernmelder. Deshalb frage ich mich nach wie vor ob es
denn so einfach möglich ist einen ROA der für H100 einberufen wurde für
A500 auszubilden. Ausschließen tu ich das nicht, aber ich fände es schon
etwas seltsam. |
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F_K
Mitglied
Posts: 2017 Registriert: 1.9.2007 Status: Offline
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erstellt am: 7.2.2010 um 14:33, Antwort 15  |
@ JgFwFA:
Kannst Du eine Ziffer der 37/10 benennen, die belegt, das bis zu
Regimentsebene die Kragenspiegel / Litzen einheitlich zu sein haben? (ich
finde so eine Ziffer nicht).
@ MoeROA:
Nachfragen, alles andere ist Spekulation! |
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MoeROA
Mitglied
 Posts: 17 Registriert: 13.1.2010 Status: Offline
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erstellt am: 7.2.2010 um 14:44, Antwort 16  |
Ich kann da vllt ein bisschen Info geben, die euch weiterhelfen könnte.
Meine Stellennummer ist 15545536 (Vielleicht hilft die euch)
Ich habe auch nen Wisch bekommen, wo ich folgendes unterschreiben
musste:
Ich wurde informiert, dass der angebotene Dienstposten
als FschFG (ROA)
bei FschJgBtl 373
fallschirmsprungtauglichkeit und -willigkeit erfordert.
Also ich denke nicht, dass ich Fernmelder bin.
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JgFwFA
Mitglied
 Posts: 281 Registriert: 25.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 15:07, Antwort 17  |
@ F_K: quote:
Kannst Du eine Ziffer der 37/10 benennen, die belegt, das bis zu
Regimentsebene die Kragenspiegel / Litzen einheitlich zu sein haben? (ich
finde so eine Ziffer nicht).
Du hast Recht, das war ein Denkfehler meinerseits. So etwas gibt es nicht,
aber ich hätte schwören können...zum Glück habe ich es nicht getan 
@ MoeROA:
Hättest Du das nicht eher posten können? Wenn Du ein Schreiben bekommen
hast dass Du als FschJg ROA ausgebildet wirst, dann verstehe ich Dein
Problem nicht. Es scheint dann ja so zu sein dass der Dienstposten als
TrFmSold der FschJg Ausbildung nicht im Wege steht. Eigentlich ist dann
doch alles klar... |
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Banzai78
Mitglied
Posts: 66 Registriert: 28.10.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 15:18, Antwort 18  |
@JgFwFA
quote: Ihr geht
fälschlicherweise davon aus dass die Kabelverleger und Funkkabinenbediener
Angehörige der jeweiligen Truppengattung sind, das ist aber
falsch.
Nein. Er ist Angehöriger eines Fallschirmjägerbataillons und gehört so
dieser Truppengattung an.
Die 1. Kompanie ist halt nun mal eine spezielle Einheit - aber deren
Angehörige gehören nichtsdestoweniger zur Truppengattung (wie das die
Angehörigen der "Kampfkompanien" sehen mögen ist ja wieder was anderes, hat
aber nichts mit den Tatsachen zu tun).
Es sind keine Nachschubsoldaten, Instandsetzungssoldaten und Fernmelder
(korrekt heisst es ja "Truppenfernmeldesoldat") sondern Fallschirmjäger,
die eben in den o.g. Tätigkeiten eingesetzt sind und auf speziellen
Lehrgängen dafür zusätzlich ausgebildet werden. Kann nicht jeder
MILAN-Richtschütze oder sonstwas "kämpferisches" sein.
Der Gegenbeweis ist ja leicht erbracht: Wenn es so wäre wie Du behauptest,
dann müsste ja die Führungsunterstützungstruppe, die InsTr und die LogTr
diese Soldaten in ihrem Topf haben und diese dann zur Dienstleistung
abkommandieren oder Dienstposten dauerhaft "ausleihen" und das ist eben
nicht der Fall.
@F_K
Die ZDv 37/10 regelt doch, das Angehörige eine Truppengattung deren Farben
tragen, nicht wahr?
Warum sollte es dann eine extra Ziffer geben, die das Tragen speziell bis
zur Regimentsebene regelt? |
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F_K
Mitglied
Posts: 2017 Registriert: 1.9.2007 Status: Offline
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erstellt am: 7.2.2010 um 15:28, Antwort 19  |
quote: Er ist Angehöriger
eines Fallschirmjägerbataillons und gehört so dieser Truppengattung
an.
@ Banzai78:
Das ist so natürlich sachlich völlig daneben.
Soldaten im Heer sind einer Truppengattung (und einer AVR) zugeordnet.
Daneben gibt es die Zugehörigkeit zu einem TrT.
Das hat erstmal NICHTS miteinander zu tun.
In der Praxis ist zwar z. B. auf Einheitsebene anzunehmen, das die meisten
Soldaten der Truppengattung der Einheit angehören, aber eine Regel oder
Vorschrift ist das nicht.
Beispiel:
Werde ich als (nunmehr) FschJgOffz in eine (z. B.) PzBrigade (oder Btl)
versetzt, so bleibe ich Angehöriger der FschJgTruppe und trage
selbstverständlich weiter grüne Litzen und Kragenspiegel.
Auf der Ebene Brigade wäre weiterhin das FschJgBarett zu tragen, im Btl
müßte ich dann ein anderes Barett aufziehen.
Rein praktisch sind die meisten Soldaten, die in "speziellen Zügen" (z. B.
FmZg einer Brigade) tätig sind, tatsächlich in einer AVR der "Funker" und
auch Angehöriger dieser Truppengattung (das gilt zumindest für die
Soldaten, die AVRs zugeordnet werden). |
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JgFwFA
Mitglied
 Posts: 281 Registriert: 25.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
|
erstellt am: 7.2.2010 um 15:30, Antwort 20  |
Beim Lesen der 37/10 bin ich gerade auf etwas gestoßen dass jetzt mit dem
Thema eigentlich nicht zu tun hat, aber das brennt mir echt unter den
Nägeln:
Das Barett wird bis zur Regimentsebene einheitlich getragen. Weiter unten
in der Vorschrift heißt es dass das Barettabzeichen der Truppengattung
getragen wird, zu der ein Soldat gehört. Barett und Barettabzeichen sind
laut Vorschrift also getrennt voneinander zu betrachten.
Nehmen wir einmal an: Ich als Jägerfeldwebel werde in ein Panzerbataillon
versetzt (z.B. in den Erkundungs- und Verbindungszug). Eine
Personalverfügung über einen Truppengattungswechsel habe ich jedoch (noch)
nicht erhalten. Demnach müsste ich tragen: schwarzes Barett mit goldenem
Eichenlaub. Kann das sein?
Demnach müsste ein TrFmFw eines Panzerbataillons wie in dem Beispiel von
Banzai78 folgendes tragen: gelbe Litzen, schwarzes Barett mit
Barettabzeichen Fernmeldetruppe. Kommt mir seltsam vor, wird das in der
Praxis so gemacht? Ich habe so etwas noch nie gesehen...
*Edit: Truppenfernmeldefeldwebel sind Angehörige der Fernmeldetruppe. In
der Fernmeldetruppe gibt es die AVR FmBetrieb, die AVR Weitverkehr und die
AVR TrFmVbdgDst.
Editiert am 7.2.2010 von JgFwFA |
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F_K
Mitglied
Posts: 2017 Registriert: 1.9.2007 Status: Offline
|
erstellt am: 7.2.2010 um 15:56, Antwort 21  |
@JgFwFA:
... die Zitate sind aus einer älteren Version der Vorschrift, ändert aber
nichts am Aussagegehalt:
Gemäß Kapitel 5 Abzeichen, IX. Abzeichen an der Kopfbeckung, c.) Heer, Nr.
541:
Soldaten tragen am Barett entsprechend ihrer Truppengattung folgende
Abzeichen.
Bild 529/4 Jägertruppe
Gemäß Kapitel 4 Kennzeichnungen, I. Allgemeine Kennzeichnungen, Ziffer 402
Barett.
Soldaten des Heeres tragen das Barett in der Farbe, die für ihre
Truppengattung vorgesehen ist. Zuordnung der Barettfarbe ... bordeauxrot:
Fallschirmjägertruppe, Fernspähtruppe, Heeresfliegertruppe, Soldaten KSK,
Soldaten im Kdo Luftbewegliche Kräfte/4. Division
...
Tragebestimmungen:
...
- Soldaten der Luftlandebrigaden und der Luftlande- und Lufttransportschule
tragen das bordeauxrote Barett.
... also, Ja, der JgOffz (der ich damals war) trägt laut Vorschrift in der
LLBrig ein b.-rotes Barett mit Jägergold (das trug ich auch tatsächlich
beim ersten Mal, gab dann "lustige Diskussionen" in deren Folge ich
FschJgOffz wurde ....).
Es ist aber "Tradition", das in der DSO "FschJgBarett" getragen wird, also
B.-rot mit stürzendem Adler. Nicht vorschriftengerecht, aber es machen alle
so (die Litzen werden aber vorschriftengerecht getragen, im Stab trägt
daher eher der kleinere Teil grün, der Rest ist "bunt".).
Ich habe insgesamt den Eindruck, das die meisten Btl eher einheitlich ein
Barett tragen (also Farbe und Abzeichen). |
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Banzai78
Mitglied
Posts: 66 Registriert: 28.10.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 16:44, Antwort 22  |
@F_K
Soso...völlig daneben...
Auch hier ist nun wieder eine geistige Transferleistung zu erbringen.
Wir sprachen bislang doch nur von Soldaten der Mannschafts- und
Unteroffizierdienstgrade - die Herren Offiziere habe ich doch extra
ausgenommen und gesondert betrachtet, nicht war?
quote: Soldaten im Heer sind
einer Truppengattung (und einer AVR) zugeordnet.
Daneben gibt es die Zugehörigkeit zu einem TrT.
Was bei den Mannschaften und Unteroffizieren aber in 98% aller Betroffenen
deckungsgleich ist. Für die Offiziere ist es -laufbahnbedingt- tatsächlich
nicht unbedingt das Gleiche.
quote: In der Praxis ist zwar
z. B. auf Einheitsebene anzunehmen, das die meisten Soldaten der
Truppengattung der Einheit angehören, aber eine Regel oder Vorschrift ist
das nicht.
Doch. Weisst Du auch warum? Weil es auf den Versetzungen, Kommandierungen,
in SAP und in der PersSTAN so steht. Da gibt es die
Truppengattungszugehörigkeit - im Fall der Truppenfernmelder ist das die,
zu der der betreffende Verband gehört. In unserem Beispiel also die
Fallschirmjägertruppe.
quote: Werde ich als (nunmehr)
FschJgOffz in eine (z. B.) PzBrigade (oder Btl) versetzt, so bleibe ich
Angehöriger der FschJgTruppe und trage selbstverständlich weiter grüne
Litzen und Kragenspiegel.
Auf der Ebene Brigade wäre weiterhin das FschJgBarett zu tragen, im Btl
müßte ich dann ein anderes Barett aufziehen
Siehst Du - hier widersprichst Du dir selbst, weil Du nämlich Äpfel mit
Birnen vergleichst. Der Stab einer Brigade ist etwas VOLLKOMMEN anderes als
ein Bataillon und der hat auch NICHTS mit einer bestimmten Truppengattung
zu tun - höchstens dem Namen nach. Die Offiziere eines Brigadestabes haben
größtenteils spezielle Verwendungen. Es gibt z.B. einen EloKa Offz, der
selbstverständlich Angehöriger der FmTr EloKa ist und bleibt - der behält
seine Litzen und seine Kragenspiegel.
Die Angehörigen (Nicht-Offiziere) der Stabskompanie tragen die Litzen und
Baretts der bezeichneten Truppengattung (also Pz, PzGren, FschJg, Jg usw.)
weil diese auch aus den untergeordneten Verbänden "rekrutiert" werden.
Also ist Dein Beispiel insoweit richtig - im Brigadestab behälst Du als
Offizier Deine "Farben". Aber im Btl nicht? Warum wohl? Weil es im Btl.
keine OffzDienstosten gibt, die eine "Fehlfarbe" unbedingt erfordern -
höchstens der TOffz oder S 4 - aber auch hier fällt wieder auf, dass es ein
Offizier mit AVR ist.
Alle anderen DP eines Bataillons entstammen der eigenen TrGattung.
quote: Rein praktisch sind die
meisten Soldaten, die in "speziellen Zügen" (z. B. FmZg einer Brigade)
tätig sind, tatsächlich in einer AVR der "Funker" und auch Angehöriger
dieser Truppengattung (das gilt zumindest für die Soldaten, die AVRs
zugeordnet werden).
Merkst Du vielleicht, wie Du jetzt selbst ziemlich weit zurückgerudert
bist?
"gilt für Soldaten, die AVR zugeordnet werden..." ist schon ganz was
anderes, wenn man mal überlegt, dass das praktisch nur auf die Offiziere
zutrifft. Bei den Msch und Uffz o.P. gibt es das gar nicht, bei den Fw
stellt das die absolute Ausnahme dar (es gibt auch EloKaFw in einem
Brigadestab, der behält auch seine Farben) und bei den Offizieren ist es
recht häufig so, dass sie nur vorübergehend in einem Verband Dienst tun
(aber trotzdem klar ist, "woher sie kommen"), aber trotzdem bei der
Personalführung immer die gleiche Zugehörigkeit haben.
Was ist jetzt "sachlich völlig daneben"?
@JgFwFA
quote: Ich als Jägerfeldwebel
werde in ein Panzerbataillon versetzt (z.B. in den Erkundungs- und
Verbindungszug). Eine Personalverfügung über einen Truppengattungswechsel
habe ich jedoch (noch) nicht erhalten. Demnach müsste ich tragen: schwarzes
Barett mit goldenem Eichenlaub. Kann das sein?
Und grüne Litzen, was?
quote: Demnach müsste ein
TrFmFw eines Panzerbataillons wie in dem Beispiel von Banzai78 folgendes
tragen: gelbe Litzen, schwarzes Barett mit Barettabzeichen Fernmeldetruppe.
Kommt mir seltsam vor, wird das in der Praxis so gemacht? Ich habe so etwas
noch nie gesehen...
*Edit: Truppenfernmeldefeldwebel sind Angehörige der Fernmeldetruppe. In
der Fernmeldetruppe gibt es die AVR FmBetrieb, die AVR Weitverkehr und die
AVR TrFmVbdgDst.
Wir können natürlich dieses "nein!-doch!-nein!-doch!"-Spielchen
fortsetzen.
Aber vielleicht verrätst Du uns mal, wie Du darauf kommst, dass ein
Truppenfernmeldefeldwebel Angehöriger der Führungsunterstützungstruppe
ist?
Ich sag Dir was. An der FüUstgSBw Bereich Weiterentwicklung wird das schon
immer aus gutem Grund sauber differenziert - es wird da immer der doppelte
Begriff "FmVerbDst/TrFmVbdgDst" angewandt, weil der TrFmVbdgDst eine
"Extrawurst" ist. Wenn das eine AVR wäre, gäbs dafür ja Offiziere und die
gibt es nicht. Was es gibt, sind Ausbildungsklassen an der FüUstgSBw und
rein zufällig war ich drei Jahre lang Hörsaalleiter in der
Ausbildungsklasse TrFmVbdgDst und habe die TrFmUffze und TrFmFw auf ihrem
militärfachlichen Teil ihrer Laufbahnprüfung ausgebildet.
Ich weiss daher genau, dass sie NICHT Angehörige der Fm-Tr sind, weil auf
deren Kommandierungen die TrGattung draufstand - und das war alles, nur
nicht die FmTr - falls doch, haben wir den sofort vom Lehrgang abgelöst und
zurückgeschickt weil fehlgeplant. Da waren Lehrgangsteilnehmer sowohl aus
den Fernmeldezügen der Bataillone als auch aus den Fernmeldestaffeln der
Brigaden dabei und keiner war Angehöriger der Fm-Tr.
Deswegen hast Du -völlig zurecht. in der Praxis noch nie so ein
geheimnisvolles "Fabelwesen" gesehen.
Gruß,
Banzai |
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Adler7
Mitglied
 Posts: 765 Registriert: 11.9.2003 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 17:25, Antwort 23  |
Kleine Frage in dem Kontext: Fw des AVZ eines PzBtl oder PzGrenBtl, werden
die als HAufkl ausgebildet oder sind die PzFw oder PzGrenFw?
"If your actions inspire others to dream more, learn more, do more and
become more - you are a leader" (Quincy Adams, 6. US Präsident) |
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JgFwFA
Mitglied
 Posts: 281 Registriert: 25.7.2008 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 7.2.2010 um 17:27, Antwort 24  |
quote: @JgFwFA
quote: Ich als Jägerfeldwebel
werde in ein Panzerbataillon versetzt (z.B. in den Erkundungs- und
Verbindungszug). Eine Personalverfügung über einen Truppengattungswechsel
habe ich jedoch (noch) nicht erhalten. Demnach müsste ich tragen: schwarzes
Barett mit goldenem Eichenlaub. Kann das sein?
Und grüne Litzen, was?
Ja genau, und grüne Litzen. Ich habe mir die Vorschrift jetzt mehrere Male
durchgelesen und genau so ergibt sich das daraus (was mir auch neu war).
F_K hat mir da ja rechtgegeben und das "nein!-doch!-nein!-doch!"-Spiel
lässt sich mit Sicherheit etwas abkürzen wenn Du die 37/10 auch mal zur
Hand nimmst.
Darüber hinaus zitiere ich kurz aus einem Info-Dokument der
Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr:
"Die Fernmeldetruppe besteht aus der AVR 25016 Weitverkehr, AVR 25014
Fernmeldebetrieb, AVR 25103 Truppenfernmeldeverbindungsdienst, AVR 26126 S6
und 26303 Datenverarbeitung
(...)
Die allgemeinmilitärische lehrgangsbebundene Ausbildung erfolgt nach dem
"Mutterhaus-Prinzip", so nimmt ein BetrbFspUffz BIGSTAF des TrFmVbdgDst als
Angehöriger der Fernmeldetruppe am Unteroffizierlehrgang Fachdienst der
Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr teil". |
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