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Autor: Betreff: Fernsprecher (H100) bei den Fschjg

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  erstellt am: 6.2.2010 um 14:35 
Hallo,

ich habe mich als SAZ 2 (ROA) bei den Fallschirmjägern beworben. Zusage hatte ich schon nur der Einplaner wusste noch nicht genau wo ich hinkomme.

Heute habe ich Post vonm Einplaner bekommen und da wird mir mitgeteilt, dass ich ab dem 1.7.2010 beim 6./FschjgBtl 373 in Seedorf anfange. Soweit so gut. Da wollte ich auch hin.

Nun eine andere Sache:
Ich habe mich als Fallschirmjäger A500 beworben und nun ist mein Anforderungssymbol Fernsprecher H100

Ich habe mir im Forum schon angeschaut, was Fernsprecher machen, aber da sind noch einige Fragen offen geblieben.

Was ist die Tätigkeit eines Fernsprechers speziell bei den Fallschirmjägern?

Ist das Stabsdienst oder komm ich da auch mal raus?

Meine Einplanung wird erst eröffnet. Kann ich mit dem Einplaner nochmal drüber reden ob da nich was anderes frei ist?

Bekomme ich Springerlehrgang?

Im Forum wird der Job des Fernsprechers als Bürojob und als Langweilig beschrieben. Ich wollte eig zu dem Fallschirmjägern, weil ich SOETWAS eben nicht machen wollte.

Danke schoneinmal für eure zahlreichen Antworten.

 

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  erstellt am: 6.2.2010 um 15:27,  Antwort 1 
Bürojobs gibt es in allen Truppengattungen, natürlich auch in der Fallschirmjägertruppe. Insofern ist die Chance "mal raus zu kommen" bei den Fallschirmjägern nicht größer und nicht kleiner als beispielsweise bei der Pioniertruppe. Das dürfte klar sein.

Davon abgesehen klingt das was Du da schreibst allerdings nicht nach Fallschirmjägertruppe, sondern eher nach Fernmeldetruppe. Zwar sind die entsprechenden Soldaten Teil des Fallschirmjägerbataillons, es sind aber keine Fallschirmjäger sondern Fernmelder. Ich persönlich finde die Tätigkeit der Fernmelder durchaus interessant und fordernd, allerdings musst natürlich Du wissen was Du willst. Gegebenenfalls solltest Du mit dem Einplaner noch einmal in Kontakt treten.

Ich weiß dass es es in der Fernmeldetruppe die verwendung des Fernsprechfeldwebels gibt (ATN 3005061). Wenn es das auch auf Offizierebene gibt (was ist nicht genau weiß) würdest Du dann vielleicht Fernsprechoffizier werden (wenn es so etwas gibt, aber ich denke mal schon).


 

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  erstellt am: 6.2.2010 um 15:43,  Antwort 2 
Hi,

Ich habe die ATN 3005087.

Mir kam es nur "spanisch" vor, weil im Forum die Tätigkeit des Fernsprechers als Telefonist abgestempelt wurde.

Bin ich dann bei einer Fernmeldekompanie bei den Fschjg untergebracht?
Was sind da so meine Tätigkeiten?
Moe

 

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  erstellt am: 6.2.2010 um 16:01,  Antwort 3 
quote:
Bin ich dann bei einer Fernmeldekompanie bei den Fschjg untergebracht?


Nein, es gibt ein Fernmeldebataillon bei der DSO, das ist aber ein eigenständiges Bataillon und arbeitet eher indirekt mit der Fallschirmjägertruppe zusammen. Da wirst du aber eher nicht eingesetzt werden - zumindest dann nicht wenn Du in der Truppenfernmeldeschiene bleibst. Die ATN 3005087 ist nämlich die ATB Truppenfernmeldesoldat. Der Truppenfernmeldedienst ist in die Verbände aller Truppengattungen integriert und arbeitet direkt mit diesen zusammen um z.B. die Fernmeldeverbindung zur Brigadeebene herzustellen, bzw. zu halten. Du könntest folglich in den Stabskompanien der Fallschirmjägerbataillone (oder aller anderen Bataillone) eingesetzt werden. Ob es das ist was man mit Dir vorhat kann ich natürlich nicht beurteilen. Da müsstest Du - wie gesagt - Deinen Einplaner fragen, oder ggf. später das Personalamt.

 

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  erstellt am: 6.2.2010 um 16:03,  Antwort 4 
Danke erstmal.

Hat wer anderes noch Antworten auf die anderen Fragen?

Editiert am 6.2.2010 von MoeROA

 

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  erstellt am: 6.2.2010 um 17:32,  Antwort 5 
Wenn du in einem Fallschirmjägerbataillon bist und als ROA geplant, wirst du aller wahrscheinlichkeit nach nach der AGA in die SGA eingesteuert, um dort die Jäger-ATN zu erwerben, denn du brauchst du für die weitere Ausbildung. Die Ausbildungsgänge für ROAs sind im Internet dargestellt, du musst nur etwas suchen. Bei der Fallschirmjägertruppe dürften nach dem OffzLGRes an einer TrS noch der Infanteriegruppenführer- sowie Infanteriezugführerlehrgang in Hammelburg, Altenburg oder Mittenwald kommen.
Normalerweise solltest du auch den Springerlehrgang machen.


Fortiter in re, suaviter in modo.

01. Oktober ´08: Dienstpostenausbildung Richtschütze Leopard 2

01. April ´09: LT OffzLGRes InfS HAB

01. Juli ´09: GrpFhr AGA

01. Oktober ´09: LT ZgFhr-LG ROA

 

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  erstellt am: 6.2.2010 um 18:58,  Antwort 6 
@SpitFire:

Das ist richtig, allerdings nur wenn MoeROA auch zur Fallschirmjägertruppe kommt - und eben das ist ja nicht ganz klar.

 

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  erstellt am: 6.2.2010 um 19:13,  Antwort 7 

Doch das ist klar.

Ich mache meine AGA bei der 6./FschjgBtl 373 und meine Anschlussverwendung ist Truppenfernmeldesoldat beim 1./FschjgBtl 373.

Bei den Fallis bleib ich schon... nur wtf macht nen Truppenfernmeldesoldat?

 

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  erstellt am: 6.2.2010 um 20:35,  Antwort 8 
Spekulation meinerseits:
du hast nach der AGA eine Stelle im Fernmeldezug der 1./373, bist dort aber nur "aufgehangen" (= auf irgendetwas musste man dich einplanen und da waren einige Stellen frei) und machst die FschJg SGA inkl. Springerlehrgang, danach dann die von Spitfire aufgezählten Lehrgänge.


"If your actions inspire others to dream more, learn more, do more and become more - you are a leader" (Quincy Adams, 6. US Präsident)

 
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  erstellt am: 6.2.2010 um 20:44,  Antwort 9 
Der grundsätzliche Denkfehler ist, dass ihr die Suppe so heiß esst, wie sie gekocht wird.

In meiner Versetzungsverfügung zu meiner jetzigen Stammeinheit nach der AGA stand als Verwendung MKF F Leopard 2. Dass ich aber als ROA eine Ausbildung zum Richtschützen brauchte, wusste man da auch und so wurde das eben geändert. Das ist jetzt eben so, weil du auf irgendeine Stelle musst, später kommst du als ROA so oder so auf eine Schülerstelle, und die sind nicht begrenzt, d.h. du kannst auch in einer Kampf- oder Ausbildungskompanie geplant werden, wenn es da sonst keine vakanten Stellen mehr gibt.
Bei vielen meiner Rekruten stand in ihrem Einberufungsbescheid, es wäre eine weitere Verwendung im Raum Bad Salzungen geplant, am Ende kamen sie nach Pfullendorf und sonstwohin.
Das KWEA hat dich da irgendwo hingeplant, ob das in der Truppe dann nicht anders geregelt wird, weiß man nur dort. Du könntest jetzt bei der S1-Abteilung anrufen und versuchen, dich da klugzumachen, aber ich rate dir dazu, einfach mal abzuwarten, das wird schon alles seinen Gang gehen. Spätestens in der AGA kannst du dann prüfen, wie es für dich weitergehen soll.

Editiert am 6.2.2010 von SpitFire


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  erstellt am: 6.2.2010 um 22:17,  Antwort 10 
quote:
Der grundsätzliche Denkfehler ist, dass ihr die Suppe so heiß esst, wie sie gekocht wird.


Da hast Du recht, in der Bundeswehr läuft nicht immer alles so wie man "nach Aktenlage" vermuten würde. Allerdings ist das Beispiel das Du aufführst doch etwas anderes als der Fall von MoeROA: Du warst auf dem Papier Kraftfahrer F, wurdest jedoch zum Richt- und Ladeschützen ausgebildet weil Du diese ATN für den Zugführerlehrgang brauchtest. Du hattest also innerhalb der Panzertruppe eine Verwendung, wurdest aber für eine andere Verwendung innerhalb der Panzertruppe ausgebildet. So etwas ist alltäglich.

MoeROA ist jedoch für eine Verwendung innerhalb der Fernmeldetruppe vorgesehen und eingeplant. Ihn statt dessen die FschJg SGA machen zu lassen wäre de facto ein Truppengattungswechsel - de jure aber nicht, denn er wäre "nach Aktenlage" nach wie vor Angehöriger der Fernmeldetruppe. Ich nehme daher an, dass er für eine RO-Laufbahn innerhalb der Fernmeldetruppe, genauer des Fernmeldeverbindungsdienstes, vorgesehen ist. Die Frage die sich stellt wäre daher ob der Verband dem MoeROA dann angehört (also das FschJgBtl 373) in Eigenregie einen Truppengattungswechsel ohne Rücksprache mit dem Personalamt durchführen kann. Ich denke eher nicht.

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 10:43,  Antwort 11 
Das,was Spitfire und Adler7 schreiben, ist sicherlich zutreffend.

Du wurdest auf irgendeine freie Stelle eingeplant machst aber dort Deine Ausb. zum ROA. Die Stellen des Fernmeldezugs bei 1./- eines Bataillons sind dafür recht beliebt, personell etwas zu "schieben".

Du machst Deinen ganz normalen ROA-Verwendungsaufbau und auch die Fallschirmjäger-ATN. Es gibt keine Truppenfernmeldeoffiziere aus der Reserveoffizierlaufbahn.
Wenn Du nun aber z.B. Dir überlegen solltest, das ganze abzubrechen, dann landest Du wohl im Fernmeldezug - dann haben sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen ;-)

Was der Truppenfernmeldesoldat macht: der ist unter anderem dafür verantwortlich, dass das Bataillon die zu seiner Führung unerlässlich notwendigen Fernmeldeverbindungen hat. Dazu gehören bei Kampftruppenbataillonen zumeist:
- Feldkabelbau zu Fuß / vom Kfz (für die Verbindungen zwischen den GefStd und GefStdintern)
- Herstellen von Funkverbindungen im VHF-Bereich mit SEM 80/90 oder manchmal schon auch das SEM 93.
Und dann natürlich der Fernmeldebetrieb - also an einem Endgerät sitzen (Vermittlung oder Funkgerät und selbiges fachgerecht bedienen und die dazu notwendigen Unterlagen führen).

Es ist also per se kein Bürojob - schliesslich ist ein Funker oder Fernsprecher kein Stabsdienstsoldat. Du bist der erste, der draussen ist (weil ohne funktionierende Verbindungen braucht man nicht anfangen) und der letzte der zurückkommt (weil Du erst hinterher alles wieder abbauen darfst), aber hast während des Einsatzes wenn nicht hundert Stellungswechsel kommen ein relativ ruhiges Dasein - wegen der Papiere und des Betriebsdienstes dann praktisch ein "Bürojob im Gelände".

Gruß,

Banzai

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 11:47,  Antwort 12 
quote:
Du machst Deinen ganz normalen ROA-Verwendungsaufbau und auch die Fallschirmjäger-ATN.

Es wurde ja schon richtigerweise geschrieben dass bei der Bundeswehr vieles nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Aber geht das denn so einfach jemanden der einer ganz anderen Verwendung außerhalb der Truppengattung zugeordnet ist (H100) einfach umzusetzen?

quote:
Es gibt keine Truppenfernmeldeoffiziere aus der Reserveoffizierlaufbahn.
Quelle?

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 13:28,  Antwort 13 
quote:
Aber geht das denn so einfach jemanden der einer ganz anderen Verwendung außerhalb der Truppengattung zugeordnet ist (H100) einfach umzusetzen?


Er ist ja nicht außerhalb der Truppengattung. Er ist Fallschirmjäger. Bordeauxrotes Barett, grüne Litzen.

quote:
Es gibt keine Truppenfernmeldeoffiziere aus der Reserveoffizierlaufbahn.

Quelle?




Gibt es nicht. Es gibt gewöhnlich keine Quellen, in denen steht, was es NICHT gibt.
Ich setze sogar noch einen drauf: es gibt überhaupt keine Offiziere des Truppenfernmeldeverbindungsdienstes.
Sofern der Fernmeldezug eines Bataillons von einem Offizier geführt wird, so ist das in 98,0% aller Fälle ein Offizier des militärfachlichen Dienstes der die ATN "ZgFhr Offz", "FmOffz" (neuerdings auch IT-Offz SK) und aus seiner Uffz-Laufbahn idealerweise den "TrFmFw" mitbringt.
Sofern es sich um einen Truppendienstoffizier handelt, ist das halt irgendein Oberleutnant dieser Truppengattung der diesen Zug in seiner Eigenschaft als ZgFhrOffz führt - es gibt aber für diese Kameraden keinen Lehrgang und keine extra ATN - und die Truppe des Fernmeldeverbindungsdienstes (die mit den gelben Litzen) stellt dafür nicht einen einzigen Offizier an andere Verbände ab.

Sofern jetzt das Argument kommt: "Ja aber in meinem Btl laufen diese Soldaten aber als Fernmelder rum (gekennzeichnet durch das Rote Fm-Barett und gelbe Litzen)" so ist das eine verbreitete Unsitte, wonach der Truppenführer einen der ZDv 37/10 zuwiederlaufenden entsprechenden Befehl erteilt hat. Die gelbe Litze und das Fernmeldebarett sind in so einem Fall angemaßt. Diese Soldaten sind Angehörige Ihrer Truppengattung. Punktum.

Gruß,

Banzai

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 14:23,  Antwort 14 
quote:
Er ist ja nicht außerhalb der Truppengattung. Er ist Fallschirmjäger. Bordeauxrotes Barett, grüne Litzen.


Aber genau darum geht es ja. Seine Verwendung, zumindest die Verwendung in der er einberufen wird, ist sehr wohl außerhalb der Truppengattung der Fallschirmjäger. Da ändert das bordeauxrote Barett nichts daran (es wird ja sowieso in der gesamten DSO getragen unabhängig von der Truppengattung), und die Litzen ändern da auch nichts dran (bis Regimentsebene einheitlich).

quote:
Sofern jetzt das Argument kommt: "Ja aber in meinem Btl laufen diese Soldaten aber als Fernmelder rum (gekennzeichnet durch das Rote Fm-Barett und gelbe Litzen)" so ist das eine verbreitete Unsitte, wonach der Truppenführer einen der ZDv 37/10 zuwiederlaufenden entsprechenden Befehl erteilt hat. Die gelbe Litze und das Fernmeldebarett sind in so einem Fall angemaßt. Diese Soldaten sind Angehörige Ihrer Truppengattung. Punktum.



Nein, das sind sie nicht. Natürlich wären die Litzen und das Barett in diesem Falle falsch. Allerdings nicht weil die Kameraden Angehörige einer anderen Truppengattung sind, sondern weil Litzen und Barett bis Regimentsebene einheitlich getragen werden (37/10). Sie sind Fernmelder. Ob es ROA für den Truppenfernmeldeverbindungsdienst gibt weiß ich nicht, es war ja nur eine Frage.

Ihr geht fälschlicherweise davon aus dass die Kabelverleger und Funkkabinenbediener Angehörige der jeweiligen Truppengattung sind, das ist aber falsch. Sie sind Fernmelder. Deshalb frage ich mich nach wie vor ob es denn so einfach möglich ist einen ROA der für H100 einberufen wurde für A500 auszubilden. Ausschließen tu ich das nicht, aber ich fände es schon etwas seltsam.

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 14:33,  Antwort 15 
@ JgFwFA:

Kannst Du eine Ziffer der 37/10 benennen, die belegt, das bis zu Regimentsebene die Kragenspiegel / Litzen einheitlich zu sein haben? (ich finde so eine Ziffer nicht).

@ MoeROA:

Nachfragen, alles andere ist Spekulation!

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 14:44,  Antwort 16 
Ich kann da vllt ein bisschen Info geben, die euch weiterhelfen könnte.

Meine Stellennummer ist 15545536 (Vielleicht hilft die euch)

Ich habe auch nen Wisch bekommen, wo ich folgendes unterschreiben musste:

Ich wurde informiert, dass der angebotene Dienstposten

als FschFG (ROA)
bei FschJgBtl 373
fallschirmsprungtauglichkeit und -willigkeit erfordert.


Also ich denke nicht, dass ich Fernmelder bin.


 
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  erstellt am: 7.2.2010 um 15:07,  Antwort 17 
@ F_K:
quote:

Kannst Du eine Ziffer der 37/10 benennen, die belegt, das bis zu Regimentsebene die Kragenspiegel / Litzen einheitlich zu sein haben? (ich finde so eine Ziffer nicht).


Du hast Recht, das war ein Denkfehler meinerseits. So etwas gibt es nicht, aber ich hätte schwören können...zum Glück habe ich es nicht getan

@ MoeROA:

Hättest Du das nicht eher posten können? Wenn Du ein Schreiben bekommen hast dass Du als FschJg ROA ausgebildet wirst, dann verstehe ich Dein Problem nicht. Es scheint dann ja so zu sein dass der Dienstposten als TrFmSold der FschJg Ausbildung nicht im Wege steht. Eigentlich ist dann doch alles klar...

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 15:18,  Antwort 18 
@JgFwFA

quote:
Ihr geht fälschlicherweise davon aus dass die Kabelverleger und Funkkabinenbediener Angehörige der jeweiligen Truppengattung sind, das ist aber falsch.


Nein. Er ist Angehöriger eines Fallschirmjägerbataillons und gehört so dieser Truppengattung an.
Die 1. Kompanie ist halt nun mal eine spezielle Einheit - aber deren Angehörige gehören nichtsdestoweniger zur Truppengattung (wie das die Angehörigen der "Kampfkompanien" sehen mögen ist ja wieder was anderes, hat aber nichts mit den Tatsachen zu tun).

Es sind keine Nachschubsoldaten, Instandsetzungssoldaten und Fernmelder (korrekt heisst es ja "Truppenfernmeldesoldat") sondern Fallschirmjäger, die eben in den o.g. Tätigkeiten eingesetzt sind und auf speziellen Lehrgängen dafür zusätzlich ausgebildet werden. Kann nicht jeder MILAN-Richtschütze oder sonstwas "kämpferisches" sein.

Der Gegenbeweis ist ja leicht erbracht: Wenn es so wäre wie Du behauptest, dann müsste ja die Führungsunterstützungstruppe, die InsTr und die LogTr diese Soldaten in ihrem Topf haben und diese dann zur Dienstleistung abkommandieren oder Dienstposten dauerhaft "ausleihen" und das ist eben nicht der Fall.

@F_K
Die ZDv 37/10 regelt doch, das Angehörige eine Truppengattung deren Farben tragen, nicht wahr?

Warum sollte es dann eine extra Ziffer geben, die das Tragen speziell bis zur Regimentsebene regelt?

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 15:28,  Antwort 19 
quote:
Er ist Angehöriger eines Fallschirmjägerbataillons und gehört so dieser Truppengattung an.


@ Banzai78:

Das ist so natürlich sachlich völlig daneben.

Soldaten im Heer sind einer Truppengattung (und einer AVR) zugeordnet.
Daneben gibt es die Zugehörigkeit zu einem TrT.

Das hat erstmal NICHTS miteinander zu tun.

In der Praxis ist zwar z. B. auf Einheitsebene anzunehmen, das die meisten Soldaten der Truppengattung der Einheit angehören, aber eine Regel oder Vorschrift ist das nicht.

Beispiel:
Werde ich als (nunmehr) FschJgOffz in eine (z. B.) PzBrigade (oder Btl) versetzt, so bleibe ich Angehöriger der FschJgTruppe und trage selbstverständlich weiter grüne Litzen und Kragenspiegel.

Auf der Ebene Brigade wäre weiterhin das FschJgBarett zu tragen, im Btl müßte ich dann ein anderes Barett aufziehen.

Rein praktisch sind die meisten Soldaten, die in "speziellen Zügen" (z. B. FmZg einer Brigade) tätig sind, tatsächlich in einer AVR der "Funker" und auch Angehöriger dieser Truppengattung (das gilt zumindest für die Soldaten, die AVRs zugeordnet werden).

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 15:30,  Antwort 20 
Beim Lesen der 37/10 bin ich gerade auf etwas gestoßen dass jetzt mit dem Thema eigentlich nicht zu tun hat, aber das brennt mir echt unter den Nägeln:

Das Barett wird bis zur Regimentsebene einheitlich getragen. Weiter unten in der Vorschrift heißt es dass das Barettabzeichen der Truppengattung getragen wird, zu der ein Soldat gehört. Barett und Barettabzeichen sind laut Vorschrift also getrennt voneinander zu betrachten.

Nehmen wir einmal an: Ich als Jägerfeldwebel werde in ein Panzerbataillon versetzt (z.B. in den Erkundungs- und Verbindungszug). Eine Personalverfügung über einen Truppengattungswechsel habe ich jedoch (noch) nicht erhalten. Demnach müsste ich tragen: schwarzes Barett mit goldenem Eichenlaub. Kann das sein?

Demnach müsste ein TrFmFw eines Panzerbataillons wie in dem Beispiel von Banzai78 folgendes tragen: gelbe Litzen, schwarzes Barett mit Barettabzeichen Fernmeldetruppe. Kommt mir seltsam vor, wird das in der Praxis so gemacht? Ich habe so etwas noch nie gesehen...

*Edit: Truppenfernmeldefeldwebel sind Angehörige der Fernmeldetruppe. In der Fernmeldetruppe gibt es die AVR FmBetrieb, die AVR Weitverkehr und die AVR TrFmVbdgDst.

Editiert am 7.2.2010 von JgFwFA

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 15:56,  Antwort 21 
@JgFwFA:

... die Zitate sind aus einer älteren Version der Vorschrift, ändert aber nichts am Aussagegehalt:

Gemäß Kapitel 5 Abzeichen, IX. Abzeichen an der Kopfbeckung, c.) Heer, Nr. 541:
Soldaten tragen am Barett entsprechend ihrer Truppengattung folgende Abzeichen.
Bild 529/4 Jägertruppe

Gemäß Kapitel 4 Kennzeichnungen, I. Allgemeine Kennzeichnungen, Ziffer 402 Barett.
Soldaten des Heeres tragen das Barett in der Farbe, die für ihre Truppengattung vorgesehen ist. Zuordnung der Barettfarbe ... bordeauxrot: Fallschirmjägertruppe, Fernspähtruppe, Heeresfliegertruppe, Soldaten KSK, Soldaten im Kdo Luftbewegliche Kräfte/4. Division
...
Tragebestimmungen:
...
- Soldaten der Luftlandebrigaden und der Luftlande- und Lufttransportschule tragen das bordeauxrote Barett.

... also, Ja, der JgOffz (der ich damals war) trägt laut Vorschrift in der LLBrig ein b.-rotes Barett mit Jägergold (das trug ich auch tatsächlich beim ersten Mal, gab dann "lustige Diskussionen" in deren Folge ich FschJgOffz wurde ....).

Es ist aber "Tradition", das in der DSO "FschJgBarett" getragen wird, also B.-rot mit stürzendem Adler. Nicht vorschriftengerecht, aber es machen alle so (die Litzen werden aber vorschriftengerecht getragen, im Stab trägt daher eher der kleinere Teil grün, der Rest ist "bunt".).

Ich habe insgesamt den Eindruck, das die meisten Btl eher einheitlich ein Barett tragen (also Farbe und Abzeichen).

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 16:44,  Antwort 22 
@F_K

Soso...völlig daneben...

Auch hier ist nun wieder eine geistige Transferleistung zu erbringen.

Wir sprachen bislang doch nur von Soldaten der Mannschafts- und Unteroffizierdienstgrade - die Herren Offiziere habe ich doch extra ausgenommen und gesondert betrachtet, nicht war?

quote:
Soldaten im Heer sind einer Truppengattung (und einer AVR) zugeordnet.
Daneben gibt es die Zugehörigkeit zu einem TrT.


Was bei den Mannschaften und Unteroffizieren aber in 98% aller Betroffenen deckungsgleich ist. Für die Offiziere ist es -laufbahnbedingt- tatsächlich nicht unbedingt das Gleiche.

quote:
In der Praxis ist zwar z. B. auf Einheitsebene anzunehmen, das die meisten Soldaten der Truppengattung der Einheit angehören, aber eine Regel oder Vorschrift ist das nicht.


Doch. Weisst Du auch warum? Weil es auf den Versetzungen, Kommandierungen, in SAP und in der PersSTAN so steht. Da gibt es die Truppengattungszugehörigkeit - im Fall der Truppenfernmelder ist das die, zu der der betreffende Verband gehört. In unserem Beispiel also die Fallschirmjägertruppe.

quote:
Werde ich als (nunmehr) FschJgOffz in eine (z. B.) PzBrigade (oder Btl) versetzt, so bleibe ich Angehöriger der FschJgTruppe und trage selbstverständlich weiter grüne Litzen und Kragenspiegel.

Auf der Ebene Brigade wäre weiterhin das FschJgBarett zu tragen, im Btl müßte ich dann ein anderes Barett aufziehen


Siehst Du - hier widersprichst Du dir selbst, weil Du nämlich Äpfel mit Birnen vergleichst. Der Stab einer Brigade ist etwas VOLLKOMMEN anderes als ein Bataillon und der hat auch NICHTS mit einer bestimmten Truppengattung zu tun - höchstens dem Namen nach. Die Offiziere eines Brigadestabes haben größtenteils spezielle Verwendungen. Es gibt z.B. einen EloKa Offz, der selbstverständlich Angehöriger der FmTr EloKa ist und bleibt - der behält seine Litzen und seine Kragenspiegel.
Die Angehörigen (Nicht-Offiziere) der Stabskompanie tragen die Litzen und Baretts der bezeichneten Truppengattung (also Pz, PzGren, FschJg, Jg usw.) weil diese auch aus den untergeordneten Verbänden "rekrutiert" werden.

Also ist Dein Beispiel insoweit richtig - im Brigadestab behälst Du als Offizier Deine "Farben". Aber im Btl nicht? Warum wohl? Weil es im Btl. keine OffzDienstosten gibt, die eine "Fehlfarbe" unbedingt erfordern - höchstens der TOffz oder S 4 - aber auch hier fällt wieder auf, dass es ein Offizier mit AVR ist.
Alle anderen DP eines Bataillons entstammen der eigenen TrGattung.


quote:
Rein praktisch sind die meisten Soldaten, die in "speziellen Zügen" (z. B. FmZg einer Brigade) tätig sind, tatsächlich in einer AVR der "Funker" und auch Angehöriger dieser Truppengattung (das gilt zumindest für die Soldaten, die AVRs zugeordnet werden).


Merkst Du vielleicht, wie Du jetzt selbst ziemlich weit zurückgerudert bist?
"gilt für Soldaten, die AVR zugeordnet werden..." ist schon ganz was anderes, wenn man mal überlegt, dass das praktisch nur auf die Offiziere zutrifft. Bei den Msch und Uffz o.P. gibt es das gar nicht, bei den Fw stellt das die absolute Ausnahme dar (es gibt auch EloKaFw in einem Brigadestab, der behält auch seine Farben) und bei den Offizieren ist es recht häufig so, dass sie nur vorübergehend in einem Verband Dienst tun (aber trotzdem klar ist, "woher sie kommen"), aber trotzdem bei der Personalführung immer die gleiche Zugehörigkeit haben.

Was ist jetzt "sachlich völlig daneben"?

@JgFwFA
quote:
Ich als Jägerfeldwebel werde in ein Panzerbataillon versetzt (z.B. in den Erkundungs- und Verbindungszug). Eine Personalverfügung über einen Truppengattungswechsel habe ich jedoch (noch) nicht erhalten. Demnach müsste ich tragen: schwarzes Barett mit goldenem Eichenlaub. Kann das sein?


Und grüne Litzen, was?

quote:
Demnach müsste ein TrFmFw eines Panzerbataillons wie in dem Beispiel von Banzai78 folgendes tragen: gelbe Litzen, schwarzes Barett mit Barettabzeichen Fernmeldetruppe. Kommt mir seltsam vor, wird das in der Praxis so gemacht? Ich habe so etwas noch nie gesehen...

*Edit: Truppenfernmeldefeldwebel sind Angehörige der Fernmeldetruppe. In der Fernmeldetruppe gibt es die AVR FmBetrieb, die AVR Weitverkehr und die AVR TrFmVbdgDst.


Wir können natürlich dieses "nein!-doch!-nein!-doch!"-Spielchen fortsetzen.
Aber vielleicht verrätst Du uns mal, wie Du darauf kommst, dass ein Truppenfernmeldefeldwebel Angehöriger der Führungsunterstützungstruppe ist?

Ich sag Dir was. An der FüUstgSBw Bereich Weiterentwicklung wird das schon immer aus gutem Grund sauber differenziert - es wird da immer der doppelte Begriff "FmVerbDst/TrFmVbdgDst" angewandt, weil der TrFmVbdgDst eine "Extrawurst" ist. Wenn das eine AVR wäre, gäbs dafür ja Offiziere und die gibt es nicht. Was es gibt, sind Ausbildungsklassen an der FüUstgSBw und rein zufällig war ich drei Jahre lang Hörsaalleiter in der Ausbildungsklasse TrFmVbdgDst und habe die TrFmUffze und TrFmFw auf ihrem militärfachlichen Teil ihrer Laufbahnprüfung ausgebildet.
Ich weiss daher genau, dass sie NICHT Angehörige der Fm-Tr sind, weil auf deren Kommandierungen die TrGattung draufstand - und das war alles, nur nicht die FmTr - falls doch, haben wir den sofort vom Lehrgang abgelöst und zurückgeschickt weil fehlgeplant. Da waren Lehrgangsteilnehmer sowohl aus den Fernmeldezügen der Bataillone als auch aus den Fernmeldestaffeln der Brigaden dabei und keiner war Angehöriger der Fm-Tr.
Deswegen hast Du -völlig zurecht. in der Praxis noch nie so ein geheimnisvolles "Fabelwesen" gesehen.

Gruß,

Banzai

 

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  erstellt am: 7.2.2010 um 17:25,  Antwort 23 
Kleine Frage in dem Kontext: Fw des AVZ eines PzBtl oder PzGrenBtl, werden die als HAufkl ausgebildet oder sind die PzFw oder PzGrenFw?


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  erstellt am: 7.2.2010 um 17:27,  Antwort 24 
quote:
@JgFwFA
quote:
Ich als Jägerfeldwebel werde in ein Panzerbataillon versetzt (z.B. in den Erkundungs- und Verbindungszug). Eine Personalverfügung über einen Truppengattungswechsel habe ich jedoch (noch) nicht erhalten. Demnach müsste ich tragen: schwarzes Barett mit goldenem Eichenlaub. Kann das sein?


Und grüne Litzen, was?


Ja genau, und grüne Litzen. Ich habe mir die Vorschrift jetzt mehrere Male durchgelesen und genau so ergibt sich das daraus (was mir auch neu war). F_K hat mir da ja rechtgegeben und das "nein!-doch!-nein!-doch!"-Spiel lässt sich mit Sicherheit etwas abkürzen wenn Du die 37/10 auch mal zur Hand nimmst.

Darüber hinaus zitiere ich kurz aus einem Info-Dokument der Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr:

"Die Fernmeldetruppe besteht aus der AVR 25016 Weitverkehr, AVR 25014 Fernmeldebetrieb, AVR 25103 Truppenfernmeldeverbindungsdienst, AVR 26126 S6 und 26303 Datenverarbeitung
(...)
Die allgemeinmilitärische lehrgangsbebundene Ausbildung erfolgt nach dem "Mutterhaus-Prinzip", so nimmt ein BetrbFspUffz BIGSTAF des TrFmVbdgDst als Angehöriger der Fernmeldetruppe am Unteroffizierlehrgang Fachdienst der Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr teil".

 
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