Seworig
Mitglied
 Posts: 20 Registriert: 12.11.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 22.12.2007 um 00:01 |
Hallo Leute!
Ich hoffe ihr verweist mich jetzt nicht sofort der Suche oder soetwas, ich
irre jetzt schon seit Stunden durch Forensuchen und das WWW.
Mein Anliegen ist die Weste der IDZ: Man hat sie nun auch schon öfters in
Afghanistan gesehen.
Sind das zwei Westen, die man übereinander trägt? Wenn ich das jetzt
richtig verstanden habe, ist das eine ein Tragesystem und das andere eine
Splitterschutzweste, oder wie?
Auf alle Fälle, auf den meisten Bildern tragen die Soldaten nur eins von
beidem, was mir dann eher nach dem Tragesystem aussieht, da große Bereiche
um den Hals und an den Seiten nicht geschützt sind.
Zudem habe ich das Gefühl, dass die meisten Soldaten die Westen 3 Nummern
zu groß Tragen, da die da drin stecken wie in einem Karton, in den Löcher
für Kopf und Arme geschnitten wurden.
Ich habe selber schon die "alte" Splitterschutzweste getragen (privat,
meine Dienstzeit kommt in einem halben Jahr), und die sitzt doch eigentlich
relativ gut... und ich muss zugeben, dass das, was ich im Rahmen des
IDZ-Programms sehe, in meinen Augen verglichen mit der bisherigen
Splitterschutzweste einfach hässlich ist (wie gesagt, siehe: Karton).
Ich suche auch vergebens nach großen Vor- und Nachteilen der neuen
Westen.
Ich wäre froh, wenn mich jemand einfach über die IDZ-Westen-Angelegenheit
aufklären könnte.
Editiert am 21.12.2007 von Seworig |
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Tankace
Moderator
 Posts: 5240 Registriert: 20.10.2005 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 22.12.2007 um 00:08, Antwort 1 |
Weil die IDZ Weste keine Splitterschutzweste ist, sondern eine kombinierte
Trageausstattung mit balistischer Schutzweste bis zur Schutzklasse 4
(Gewicht 8- 13 kg, gegenüber der herkömmlichen Bristol mit 17 kg) ist.
quote: ich irre jetzt schon
seit Stunden durch Forensuchen und das WWW.
Ich habe keine
5 Sekunden dafür gebraucht ...man hätte es auch bei Wiki finden können:
http://de.wikipedia.org/wiki/Infanterist_der_Zukunft
Am unteren Ende des Wiki-Artikels findest du jede Menge Links - auch mit
hübschen Fotos .. ich empfehle den hier http://www.danmil.de/10184.html
quote: Ich habe selber schon
die "alte" Splitterschutzweste getragen (privat, meine Dienstzeit kommt in
einem halben Jahr), und
... und das lass ich mal völlig unkommentiert, ist schon ziemlich
gefährlich ... ständig fliegen einem die Granaten um die Ohren
**Beständiges Versagen ist auch eine Form der Zuverlässigkeit**
**Rotation ist Bewegung ohne Raumgewinn**
Erst hier
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Seworig
Mitglied
 Posts: 20 Registriert: 12.11.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 22.12.2007 um 00:25, Antwort 2 |
wenn ich sage: "Splitterschutzweste privat getragen" meine ich: Ich habe
sie schon einmal angelegt Ich gehör ja
nicht zu den Kindern die damit durch den Wald rennen und mit
Plastikgewehren Räuber&Gendarme spielen.
Zugegeben, auf Wiki war ich auch schon, aber vielleicht habe ich daraus
etwas anderes gelesen?
Also über den Begriff 'balistische Schutzweste' bin ich auch schon
gestolpert.
Sollen aber nun alle Soldaten im Rahmen des IDZ-Programms mit einer
ballistischen Schutzweste gegenüber einer Splitterschutzweste ausgestattet
werden? Oder trägt man dann auch das neue Tragesystem in Verbindung mit der
Splitterschutzweste...
Aber nagut, das erklärt vielleicht schonmal einiges. |
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Tankace
Moderator
 Posts: 5240 Registriert: 20.10.2005 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 22.12.2007 um 00:32, Antwort 3 |
quote: Sollen aber nun alle
Soldaten im Rahmen des IDZ-Programms mit einer ballistischen Schutzweste
gegenüber einer Splitterschutzweste ausgestattet werden?
Wieso liest du nicht einfach den Link, den ich dir
gepostet habe?
Der Helm und die Schutzweste sind die wichtigsten Schutzkomponenten
des Infanteristen im Feld. Ihre Qualität entscheidet oft über Leben und
Tod. Bisher sind die Soldaten mit der circa 18 Kilogramm schweren
„Bristol”-Splitterschutzweste ausgestattet. Sie ist aufgrund ihres großen
Gewichts und der unbequemen Trageweise in der Truppe nicht gerade beliebt.
Gerade bei Einsätzen mit geringer Bedrohungsintensität waren die Soldaten
mit der Bristol-Weste „überschützt” und in ihrer Beweglichkeit stark
eingeschränkt. Bei der neuen Weste ruhen 70 Prozent des Gewichts auf den
Hüften und nicht das ganze Gewicht auf den Schultern wie beim Vorgänger.
Zudem wurden die Schulterteile gepolstert. Sie kann je nach Bedarf mit
zusätzlichen Schutzelementen ausgestattet werden, wobei sich das Gewicht
von 9 Kilogramm, in der Schutzklasse 1 auf 13 Kilogramm in der Schutzklasse
4 erhöht. Sowohl zusätzliche Teile, wie Kragenteil und Leistenschutz als
auch einschiebbare Kevlarplatten können angebracht werden. Dann ist der
Soldat auch gegen Stichwaffen und sogar 7,62 mm Projektilen
geschützt
Eine Splitterschutzweste erfüllt einen völlig anderen Zweck oder anders
herum ... in einem rein konventionellen Einsatz größeren Umfangs sind
ballistische Schutzwesten wohl eher hinderlich, das sie die
Bewegungsfreiheit drastisch einschränken.
**Beständiges Versagen ist auch eine Form der Zuverlässigkeit**
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Seworig
Mitglied
 Posts: 20 Registriert: 12.11.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 22.12.2007 um 00:50, Antwort 4 |
ja entschuldige, ich bin vielleicht etwas müde. danke für deine geduld
ja korrekt... ich hatte aus unerklärlichem grunde grade bei "Bristol" etwas
anderes im Sinn...
Aber jetzt frage ich mich gerade, wo denn der genaue Unterschied ist. Auf
anhieb hätte ich gedacht, dass man mit der Splitterschutzweste schlechter
dran ist, da sie ja nur gegen Splitter funktioniert aber nicht
durchschusshemmend ist- trotzdem wiegt sie mehr, bzw. sagt der text man sei
mit ihr "überschützt" im Vergleich zur ballistischen Schutzweste. Oder
nützt die IDZ-Weste etwas gegen Geschosse, aber dafür nicht gegen
Splitter?
Tut mir Leid, wenn meine Fragen ein wenig laihenhaft klingen. |
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Holsteiner
Mitglied
 Posts: 262 Registriert: 1.6.2006 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 22.12.2007 um 03:03, Antwort 5 |
quote: ja entschuldige, ich bin
vielleicht etwas müde. danke für deine geduld
Dann schlaf mal ne Runde und schau dir ausgeschlafen die Texte mal genauer
an ...
Gruss
dulce et decorum est pro patria mori |
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Eremys_der_Kreter
Mitglied
 Posts: 256 Registriert: 15.12.2007 Status: Offline
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erstellt am: 22.12.2007 um 16:44, Antwort 6 |
Trink mal einen Kaffee, hilft.
Überschützt heißt der Schutz der Weste ist gegenüber dem
Bedrohungspotential der Situation übertrieben.
Die IDZ lässt sich an verschiedene Bedrohhungs- bzw Schutzklassen
anpassen.
Eine Splitterschutzweste schützt halbwegs gegen Splitter und Querschläger
deren Energie nicht mehr so hoch ist. Eine ballistische Weste bietet auch
gegen Direkte Treffer einen gewissen Schutz, speziell im Bereich der
verletzlichen Regionen des Torso.
Das wird durch eine Kombination verschiedener Lagen von Materialien und
Schutzplatten erreicht, wobei die Amerikaner inzwischen mit ihrem "Dragon
Skin" Prinzip schon wieder Richtung Schuppenpanzer entgegen Platten
gehen.
Dass das IDZ Gedöns noch nicht perfekt ist weiss jeder, ob es "hässlich"
ist, ist für den Soldaten allerdings relativ egal so lange es sich gut
tragen lässt und schützt.
Dont-be-stupid |
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Tankace
Moderator
 Posts: 5240 Registriert: 20.10.2005 Status: OfflineGeschlecht: 
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erstellt am: 22.12.2007 um 19:42, Antwort 7 |
@Seworig
Ich glaube du schmeißt da etwas durcheinander - die Bristol ist nicht die
Splitterschutzweste, sondern die 08/15 Standard Schutzweste (ballistisch)
für jeden Soldaten im Auslandseinsatz - und schweineschwer.
Die Splitterschutzweste wird im Auslandseinsatz nicht getragen.
**Beständiges Versagen ist auch eine Form der Zuverlässigkeit**
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Eremys_der_Kreter
Mitglied
 Posts: 256 Registriert: 15.12.2007 Status: Offline
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erstellt am: 22.12.2007 um 19:47, Antwort 8 |
Hab ich gesagt man würde die SpliSchu im Einsatz tragen?
Oder meinst du garneda moi?
Dont-be-stupid |
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F_K
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Posts: 1996 Registriert: 1.9.2007 Status: Offline
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erstellt am: 22.12.2007 um 20:57, Antwort 9 |
.. nur damit es keine Mißverständnisse gibt:
Die US Army setzt "normale" hardballistischen Schutzwesten ein, eben nicht
"Dragon Skin".
"Dragon Skin" ist im übrigen auch "hart", und auch noch schwerer bei
gleicher Schutzklasse, für ein wenig Beweglichkeit mehr ... und dazu viel
teurer, weshalb es sich auch beim Militär nicht durchgesetzt hat. |
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Eremys_der_Kreter
Mitglied
 Posts: 256 Registriert: 15.12.2007 Status: Offline
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erstellt am: 22.12.2007 um 21:19, Antwort 10 |
Die Army setzt normale Westen ein, ja, meine Info (12Okt07) besagt sie
testen und erwägen Dragon Skin wegen höherer Beweglichkeit und der größeren
Widerstandsfähigkeit bei Mehrfachtreffern. Quelle, ein Leutnant aus Fort
Leavenworth.
Was inzwischen drauß geworden ist, entzieht sich meiner Kenntniss.
Dont-be-stupid |
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