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Autor: Betreff: IDZ - Weste

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  erstellt am: 22.12.2007 um 00:01 
Hallo Leute!

Ich hoffe ihr verweist mich jetzt nicht sofort der Suche oder soetwas, ich irre jetzt schon seit Stunden durch Forensuchen und das WWW.

Mein Anliegen ist die Weste der IDZ: Man hat sie nun auch schon öfters in Afghanistan gesehen.
Sind das zwei Westen, die man übereinander trägt? Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist das eine ein Tragesystem und das andere eine Splitterschutzweste, oder wie?
Auf alle Fälle, auf den meisten Bildern tragen die Soldaten nur eins von beidem, was mir dann eher nach dem Tragesystem aussieht, da große Bereiche um den Hals und an den Seiten nicht geschützt sind.
Zudem habe ich das Gefühl, dass die meisten Soldaten die Westen 3 Nummern zu groß Tragen, da die da drin stecken wie in einem Karton, in den Löcher für Kopf und Arme geschnitten wurden.
Ich habe selber schon die "alte" Splitterschutzweste getragen (privat, meine Dienstzeit kommt in einem halben Jahr), und die sitzt doch eigentlich relativ gut... und ich muss zugeben, dass das, was ich im Rahmen des IDZ-Programms sehe, in meinen Augen verglichen mit der bisherigen Splitterschutzweste einfach hässlich ist (wie gesagt, siehe: Karton).

Ich suche auch vergebens nach großen Vor- und Nachteilen der neuen Westen.

Ich wäre froh, wenn mich jemand einfach über die IDZ-Westen-Angelegenheit aufklären könnte.

Editiert am 21.12.2007 von Seworig

 

Moderator




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  erstellt am: 22.12.2007 um 00:08,  Antwort 1  
Weil die IDZ Weste keine Splitterschutzweste ist, sondern eine kombinierte Trageausstattung mit balistischer Schutzweste bis zur Schutzklasse 4 (Gewicht 8- 13 kg, gegenüber der herkömmlichen Bristol mit 17 kg) ist.

quote:
ich irre jetzt schon seit Stunden durch Forensuchen und das WWW.
Ich habe keine 5 Sekunden dafür gebraucht ...man hätte es auch bei Wiki finden können:
http://de.wikipedia.org/wiki/Infanterist_der_Zukunft

Am unteren Ende des Wiki-Artikels findest du jede Menge Links - auch mit hübschen Fotos .. ich empfehle den hier http://www.danmil.de/10184.html

quote:
Ich habe selber schon die "alte" Splitterschutzweste getragen (privat, meine Dienstzeit kommt in einem halben Jahr), und

... und das lass ich mal völlig unkommentiert, ist schon ziemlich gefährlich ... ständig fliegen einem die Granaten um die Ohren



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  erstellt am: 22.12.2007 um 00:25,  Antwort 2  
wenn ich sage: "Splitterschutzweste privat getragen" meine ich: Ich habe sie schon einmal angelegt Ich gehör ja nicht zu den Kindern die damit durch den Wald rennen und mit Plastikgewehren Räuber&Gendarme spielen.

Zugegeben, auf Wiki war ich auch schon, aber vielleicht habe ich daraus etwas anderes gelesen?
Also über den Begriff 'balistische Schutzweste' bin ich auch schon gestolpert.
Sollen aber nun alle Soldaten im Rahmen des IDZ-Programms mit einer ballistischen Schutzweste gegenüber einer Splitterschutzweste ausgestattet werden? Oder trägt man dann auch das neue Tragesystem in Verbindung mit der Splitterschutzweste...

Aber nagut, das erklärt vielleicht schonmal einiges.

 

Moderator




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  erstellt am: 22.12.2007 um 00:32,  Antwort 3  
quote:
Sollen aber nun alle Soldaten im Rahmen des IDZ-Programms mit einer ballistischen Schutzweste gegenüber einer Splitterschutzweste ausgestattet werden?
Wieso liest du nicht einfach den Link, den ich dir gepostet habe?

Der Helm und die Schutzweste sind die wichtigsten Schutzkomponenten des Infanteristen im Feld. Ihre Qualität entscheidet oft über Leben und Tod. Bisher sind die Soldaten mit der circa 18 Kilogramm schweren „Bristol”-Splitterschutzweste ausgestattet. Sie ist aufgrund ihres großen Gewichts und der unbequemen Trageweise in der Truppe nicht gerade beliebt. Gerade bei Einsätzen mit geringer Bedrohungsintensität waren die Soldaten mit der Bristol-Weste „überschützt” und in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt. Bei der neuen Weste ruhen 70 Prozent des Gewichts auf den Hüften und nicht das ganze Gewicht auf den Schultern wie beim Vorgänger. Zudem wurden die Schulterteile gepolstert. Sie kann je nach Bedarf mit zusätzlichen Schutzelementen ausgestattet werden, wobei sich das Gewicht von 9 Kilogramm, in der Schutzklasse 1 auf 13 Kilogramm in der Schutzklasse 4 erhöht. Sowohl zusätzliche Teile, wie Kragenteil und Leistenschutz als auch einschiebbare Kevlarplatten können angebracht werden. Dann ist der Soldat auch gegen Stichwaffen und sogar 7,62 mm Projektilen geschützt

Eine Splitterschutzweste erfüllt einen völlig anderen Zweck oder anders herum ... in einem rein konventionellen Einsatz größeren Umfangs sind ballistische Schutzwesten wohl eher hinderlich, das sie die Bewegungsfreiheit drastisch einschränken.


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  erstellt am: 22.12.2007 um 00:50,  Antwort 4  
ja entschuldige, ich bin vielleicht etwas müde. danke für deine geduld

ja korrekt... ich hatte aus unerklärlichem grunde grade bei "Bristol" etwas anderes im Sinn...

Aber jetzt frage ich mich gerade, wo denn der genaue Unterschied ist. Auf anhieb hätte ich gedacht, dass man mit der Splitterschutzweste schlechter dran ist, da sie ja nur gegen Splitter funktioniert aber nicht durchschusshemmend ist- trotzdem wiegt sie mehr, bzw. sagt der text man sei mit ihr "überschützt" im Vergleich zur ballistischen Schutzweste. Oder nützt die IDZ-Weste etwas gegen Geschosse, aber dafür nicht gegen Splitter?
Tut mir Leid, wenn meine Fragen ein wenig laihenhaft klingen.

 

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  erstellt am: 22.12.2007 um 03:03,  Antwort 5  
quote:
ja entschuldige, ich bin vielleicht etwas müde. danke für deine geduld



Dann schlaf mal ne Runde und schau dir ausgeschlafen die Texte mal genauer an ...

Gruss



dulce et decorum est pro patria mori

 

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  erstellt am: 22.12.2007 um 16:44,  Antwort 6  
Trink mal einen Kaffee, hilft.

Überschützt heißt der Schutz der Weste ist gegenüber dem Bedrohungspotential der Situation übertrieben.

Die IDZ lässt sich an verschiedene Bedrohhungs- bzw Schutzklassen anpassen.

Eine Splitterschutzweste schützt halbwegs gegen Splitter und Querschläger deren Energie nicht mehr so hoch ist. Eine ballistische Weste bietet auch gegen Direkte Treffer einen gewissen Schutz, speziell im Bereich der verletzlichen Regionen des Torso.
Das wird durch eine Kombination verschiedener Lagen von Materialien und Schutzplatten erreicht, wobei die Amerikaner inzwischen mit ihrem "Dragon Skin" Prinzip schon wieder Richtung Schuppenpanzer entgegen Platten gehen.

Dass das IDZ Gedöns noch nicht perfekt ist weiss jeder, ob es "hässlich" ist, ist für den Soldaten allerdings relativ egal so lange es sich gut tragen lässt und schützt.


Dont-be-stupid

 

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  erstellt am: 22.12.2007 um 19:42,  Antwort 7  
@Seworig
Ich glaube du schmeißt da etwas durcheinander - die Bristol ist nicht die Splitterschutzweste, sondern die 08/15 Standard Schutzweste (ballistisch) für jeden Soldaten im Auslandseinsatz - und schweineschwer.

Die Splitterschutzweste wird im Auslandseinsatz nicht getragen.


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  erstellt am: 22.12.2007 um 19:47,  Antwort 8  
Hab ich gesagt man würde die SpliSchu im Einsatz tragen?

Oder meinst du garneda moi?


Dont-be-stupid

 
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  erstellt am: 22.12.2007 um 20:57,  Antwort 9  
.. nur damit es keine Mißverständnisse gibt:

Die US Army setzt "normale" hardballistischen Schutzwesten ein, eben nicht "Dragon Skin".

"Dragon Skin" ist im übrigen auch "hart", und auch noch schwerer bei gleicher Schutzklasse, für ein wenig Beweglichkeit mehr ... und dazu viel teurer, weshalb es sich auch beim Militär nicht durchgesetzt hat.

 

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  erstellt am: 22.12.2007 um 21:19,  Antwort 10  
Die Army setzt normale Westen ein, ja, meine Info (12Okt07) besagt sie testen und erwägen Dragon Skin wegen höherer Beweglichkeit und der größeren Widerstandsfähigkeit bei Mehrfachtreffern. Quelle, ein Leutnant aus Fort Leavenworth.

Was inzwischen drauß geworden ist, entzieht sich meiner Kenntniss.


Dont-be-stupid

 
 


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