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ROL 2 Erfahrungsbericht
Reservisten
Dieser Bericht bezieht sich auf den "Offizierlehrgang adW-Reserve Teil II" vom 8.-19.10.2007 am Zentrum für Operative Informationen Mayen.





Einleitung
Dieser Bericht bezieht sich auf den "Offizierlehrgang adW-Reserve Teil II" vom 8.-19.10.2007 am Zentrum für Operative Informationen Mayen.


Teilnehmer
Von den 13 Lehrgangsteilnehmern waren die meisten im Dienstgrad Fähnrich oder Fahnenjunker, wenige Mannschaften und ein OLt. Aus allen Berufs- und Studiengruppen waren Kameraden vertreten, etwa die Hälfte mit bereits abgeschlossenem Studium.


Unterbringung/Verpflegung
Die Unterkünfte befanden sich direkt im Gebäude der I. Inspektion. Jeweils zwei Kameraden teilten sich eine Stube. Der Zustand der Stuben erfüllte gerade das Mindestmaß der Anforderungen; der Putz bröckelte von der Wand, die Türen schlossen nicht richtig etc.. Der Block befindet sich zur Zeit in der Renovierung. Die sanitären Anlagen waren neu und in gutem Zustand. Der zweite Wohnblock (der von einem anderen Lehrgang genutzt wurde) hatte nicht einmal Wasser und teilweise keinen Strom.

Am Standort gibt es ein Freizeitbüro, einen Kraftraum, sowie Sport- und Hindernis-Bahnen. Ein Internetanschluss ist im Mannschaftsheim verfügbar!

Die Verpflegung wird aus der Truppenküche Mendig geliefert, es steht jeweils nur ein Gericht auf dem Speiseplan, das jedoch immer gut war. Am Wochenende liefert die Caritas nur gemeldeten Verpflegungsteilnehmern das Essen an die Wache. Zusätzlich gibt es ein Mannschaftsheim, UHG (wo der Unterschied auch nur im Türschild besteht) und eine sehr bequeme OHG. ;-)


Ausrüstung
Theoretisch werden alle militärischen Ausrüstungsgegenstände bis auf die Friedenszusatzausstattung (Dienstanzug...) benötigt. Tatsächlich wurden gebraucht: Zwei Sätze Feldanzug, Feldjacke, Nässe-/Kälteschutzjacke, Koppeltragegestell (ohne Taschen) und Helm. Die weiteren Gegenstände müssen theoretisch mitgeführt werden, wurden aber nicht benötigt. Am besten vorher bei der entsprechenden Schule/Inspektion anfragen. Für den "Sport" (PFT) wurde ein privater oder dienstlicher Sportanzug benötigt.
Notfalls können einige Teile der Bekleidung am ersten Tag in Koblenz empfangen werden. Man sollte sich auf jeden Fall durch den MobTrT/BetrTrT vorher (!) einkleiden lassen!


Freizeit
...gibt es faktisch nicht auf diesem Lehrgang. Nach den Unterrichten die regelmäßig bis in den Abend gingen war Lernen angesagt. (Das Mannschaftsheim schließt i.ü. gegen 20h, da es kaum Kasernenleben gibt.) Die letzten beiden Abende standen (nach der letzten Klausur) zur freien Verfügung; dort bietet sich um diese Zeit der Lukasmarkt an, ein jährliches Volksfest.


Ablauf
Der Lehrgang hatte eine Dauer von 12 Tagen, am Wochenende war dienstfrei. Die Anreise erfolgte für alle (!) Sonntag abends; man musste sich zwischen 18 und 22 Uhr beim UvD melden und dort Bettwäsche und Stubenschlüssen zu empfangen. Die Dienst- bzw. Unterrichtszeit ging regelmäßig von 7h früh bis weit nach dem Abendessen.




Montag, 8.10.
  • OrgZeit

  • ReFü/TrV Angelegenheiten (Fahrtkostenabrechnung etc.)

  • Begrüßung durch HSLLtr

  • PolBil U


Am ersten Tag wurden bis nach Mittag die Kameraden ohne Bekleidung in Koblenz eingekleidet, für den Rest war Verfügungszeit. Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung in den Lehrgang durch den Hörsaalleiter ging es auch schon mit dem ersten Unterricht los.





Dienstag, 9.10.
  • Wehrrecht U


Ein erster Unterrichtstag beim zivilen Rechtslehrer, auf den noch weitere folgen sollten.





Mittwoch, 10.10.
  • Wehrrecht U

  • Marsch mit Kfz U


Weitere Unterrichte in Wehrrecht hauptsächlich zu den Themen WBO, WDO, UZwGBw. Ausserdem ein Unterricht was beim Marsch mit Kfz zu beachten ist, als Vorbereitung auf die Verwendung als ZgFhr.





Donnerstag, 11.10.
  • Wehrrecht U

  • Sport (PFT) P

  • SanBer (90/5) P

  • Sankastenausbilding: Der Marsch U


Nach einem morgendlichen Unterricht hieß es "Raustreten zum Sport". Dieser bestand darin, bei Abgängern selbst eine PFT Abnahme durchzuführen. Anstrengung wurde aufgrund des folgenden SanBer-Aufenthalts vermieden. ;-) Zum Schluss wurde der Marsch-Unterricht vom Vortag am Sandkasten nachvollzogen.





Freitag, 12.10.
  • EAKK P

  • Prüfung "Wehrrecht"


Morgens wurde zur EAKK Checkpoint Ausbildung verlegt. Nachdem Grundlagen einer Personenüberprüfung und des Temporary Checkpoint vermittelt wurden, wurde dieser selbst von den Lehrgangsteilnehmern ausserhalb der Kaserne aufgebaut und betrieben. Dabei waren bei Fahrzeugen Sprengstoff und Waffen zu suchen (und finden). Dies war der einzige Dienst des Lehrgang, zu dem Waffen (G36) empfangen wurden.
Nach ein wenig Lernzeit wurde denn zum Abschluss der Woche die Prüfung in Wehrrecht geschrieben. (Klausur, 1h) Abgeprüft wurden das wichtigste Wissen über WBO, WDO und UZwGBw, sowie allgemeine Fragen. Dienstschluss etwa 12h.





Montag, 15.10.
  • PolBil U

  • Prüfung "Grundsätze der Führung" (Taktik I)

  • Prüfung "PolBil"

  • Taktik II U


Neben zwei Unterrichten bestand der wichtigste Teil des ersten Tages der zweiten Lehrgangswoche im Schreiben der Prüfungen zu den Grundsätzen der Führung ("Taktik I") und Politischer Bildung (Klausuren, je 1h). Diese bestanden jeweils aus grundsätzlichen Fragen. Wer sich fragt wo die Unterrichte zu "Taktik I" zu finden sind... immer mal wieder zwischendurch in der ersten Woche, ganz genau kann ich mich nicht mehr erinnern an welchen Tagen.





Dienstag, 16.10.
  • Taktik II U


Ein weiterer Tag voll Taktik. (Das macht schon Laune...)





Mittwoch, 17.10.
  • Prüfung "Taktik II"

  • Stressfaktoren im Einsatz U

  • Eröffnung der Beurteilungsvermerke


Nach der letzten Prüfung in Taktik ("Das verstärkte PzGrenBtl in der Verteidigung", Klausur, 1h) folgte ein interessanter Vortrag über den Alltag im Einsatz. Die Beurteilungsvermerke wurden später eröffnet und schlossen den Lehrgang - prüfungsmäßig - ab.





Donnerstag, 18.10.
  • Infovortrag OpInfo U

  • Hörsaalabend AGSHP


Erneut ein Vortrag über die Fähigkeiten der OpInfo-Truppe. (Der Stolz sei den Kameraden gegönnt. Man achte in Zukunft auf die mentholfarbenen Litzen (ja, die kommen!)) Der Hörsaalabend fand dann im Rahmen eines AGSHP-Hörsaal-Pokalschießens (ohne Alkohol!) statt. Nach einem pünktlichen Dienstschluss ging es dann auf den Lukasmarkt (mit Alkohol ;).





Freitag, 22.9.
  • OrgZeit

  • Abreise


Pünktlich um 11h gings mit bestandener Offizierprüfung vom Hof. :-)



Fazit
Ein zeitlich sehr knapp bemessener Lehrgang mit deutlich weniger freier Zeit als auf dem ROL1, was auch an dem dienstfreien Wochenende liegen mag. Die Lerninhalte wurden (bis aus die EAKK Ausbildung, die nicht prüfungsrelevant war) ausschließlich in Unterrichten vermittelt, die gut vorbereitet und trotz der Länge spannend waren. Man wurde auf dem Lehrgang gut auf die Prüfungen vorbereitet, so dass jeder mit Lernfleiss bestehen konnte. Die Abende nach Dienstschluss und das Wochenende zu Hause mussten jedoch dann auch zum Lernen verwendet werden.
Leider waren die Unterkünfte in schlechtem Zustand. Die Kameraden der I. Inspektion haben jedoch alles getan um uns einen schönen und erfolgreichen Lehrgang erleben zu lassen. Es wurde zwar ab und an darauf Rücksicht genommen dass es sich um einen Reservistenlehrgang handelt, jedoch fehlte es auch nicht an der gebotenen Disziplin. In diesem Sinne, vielen Dank Mayen!

Mit freundlicher Hilfe von "DerOSG"




Notiz:

Forendiskussion zum Artikel:
ROL 2 Erfahrungsbericht

Erster Artikel zum ResOffz Lehrgang (a.d.w):
ROL 1 Erfahrungsbericht

Geschrieben von HFlg am Samstag, 05.Januar 2008


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